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Ratingen
Große Hilfe für 132 Flüchtlinge

Ratingen: Große Hilfe für 132 Flüchtlinge
Lage-Besprechung vor der Elsa-Brandström-Schule (von links): Erster Beigeordneter Rolf Steuwe, Feuerwehr-Chef René Schubert, Integrationsbeauftragte Zeliha Yetik und Klaus Pakusch, Chef des Sozialamtes. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Busse kamen an, die Elsa-Brandström-Schule ist nun Notunterkunft. Von Norbert Kleeberg

SÜD Angekommen - endlich. Erste Unbeschwertheit ist spürbar. Kinder spielen auf dem Hof munter Fußball. Die Menschen, die nicht wissen, was die Zukunft bringt, atmen durch. Die Elsa-Brandström-Schule am Karl-Mücher-Weg ist ab sofort eine Notunterkunft: 132 Flüchtlinge leben jetzt dort - wie lange sie bleiben werden, ist unklar. Die Stadt hat die Bitte der Bezirksregierung um Amtshilfe mit vereinten Kräften schnell und mit sehr viel Engagement erfüllt. DRK, Diakonie, Caritas, Malteser Hilfsdienst und Feuerwehr sorgen für reibungslose Rahmenbedingungen - und dies wohltuend unaufgeregt. Klaus Pakusch, der Chef des Sozialamtes, betont im RP-Gespräch: "Alle ziehen an einem Strang, auch die Zusammenarbeit mit dem Kreisgesundheitsamt läuft sehr gut."

Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien. Zeliha Yetik, die Integrationsbeauftragte der Stadt, hat eine Herkunftsliste erstellt, auf der unter anderem Marokko, Albanien, Nigeria, Irak, Serbien, Somalia, Ruanda, Palästina und Armenien stehen. Die Flüchtlinge werden zunächst medizinisch untersucht, im St. Marien-Krankenhaus werden Röntgen-Aufnahmen gemacht.

Nicht alle Asylbewerber sind gesund. "Wir mussten eine Familie isolieren", berichtet Pakusch. Alle Neuankömmlinge werden zunächst registriert. "Sie haben ein Bändchen mit einer Nummer bekommen", erzählt der Chef des Sozialamtes. Das Organisationsteam, zu dem auch Edith Bohnen, ehemalige Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), gehört, hat Hygieneartikel verteilt. Klüh-Catering sorgt für die Verpflegung der Flüchtlinge. Ein Sicherheitsdienst überwacht die Schule rund um die Uhr.

Ursprünglich sollten 150 Menschen kurzfristig nach Ratingen kommen. Diese Zahl hatte die Bezirksregierung jedenfalls angekündigt. Für alle Betreuungskosten kommt das Land auf.

Nun will die Stadt die unmittelbaren Anwohner in Ratingen Süd über den Stand der Dinge in Kenntnis setzen - und zwar am heutigen Montag ab 18 Uhr im Seniorentreff Süd am Karl-Mücher-Weg 18. "Es ist unsere Aufgabe, die Nachbarschaft in einem Gespräch zu informieren", betont Pakusch.

Quelle: RP
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