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Ratingen
Große Hilfe für den sturmgebeutelten Poensgenpark

Ratingen. Der Pfingststurm "Ela" hatte die Stadt 2014 im wahrsten Sinne durcheinander gewirbelt. Der Gesamtschaden allein für den Bereich des öffentlichen Grüns wurde mit rund 3,2 Millionen Euro geschätzt.

Eine Sanierung ist nur in einem Mehrjahresprogramm zu schultern. Nachdem im zurück liegenden Jahr die großen Aufräumarbeiten begonnen hatten, wurde in diesem Jahr mit den ersten Pflanzmaßnahmen begonnen. Hervorzuheben ist, dass zur Behebung der Sturmschäden eine große Welle der Hilfsbereitschaft eingesetzt hat, die noch immer anhält. So gab es rund 42.000 Euro an Spendeneinnahmen von 50 Einzelpersonen, sechs Vereinen/Gruppierungen und vier Firmen. Zuzüglich der vom Land NRW beigesteuerten Förderung steht für die Wiederaufpflanzung mit heimischen Gehölzen ein Gesamtbetrag von rund 53.000 Euro zur Verfügung. Außerdem gab es eine finanzielle Unterstützung bei der Sanierung einer Parkbrücke in Höhe von 7.000 Euro sowie eine Unterstützung von Vereinen in bisher nicht gekanntem Ausmaß: Die Ratinger Jonges unterstützen die Stadt finanziell bei der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum Wiederaufbau des ehemaligen Wieler-Gartens nach historischem Vorbild. Der Verkehrsverein Ratingen unterstützt die Stadt finanziell bei der Neuauflage des Poensgenparkbuches. Voraussichtliches Erscheinungsdatum: Juni 2016.

Im August wurde in der Wasserburg "Haus zum Haus" der Förderverein Poensgenpark gegründet. Vereinszweck ist die Förderung des denkmalgeschützten Poensgenparks, der mit der Wasserburg "Haus zum Haus" und dem Industriemuseum Cromford ein historisches Ensemble bildet. Zurzeit laufen im Poensgenpark die ersten, spendenfinanzierten Aufforstungsmaßnahmen im Bereich des Waldes. Gepflanzt wurden Hainbuche, Buche, Eiche, Vogelkirsche, Traubenkirsche, Vogelbeere, Stechpalme, Eibe, Schneeball. Zur Verdichtung der Gehölzflächen wurden ergänzend Liguster, Heckenkirsche und Faulbaum gesetzt. Für weitere Wiederaufbaumaßnahmen außerhalb des parkartigen Waldbereiches wurden im Haushaltsjahr 2016 zusätzlich rund 200.000 Euro veranschlagt. Vor Umsetzung dieser Maßnahmen wird die Verwaltung eine Konzeptstudie zur Verfügung stellen, auf dessen Basis die politischen Gremien entscheiden können.

Quelle: RP
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