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Breitscheid
Großer Bankettsaal ist ein Erfolgsmodell

Breitscheid: Großer Bankettsaal ist ein Erfolgsmodell
Abtprimas Vikar Notker Wolf war im Kongresszentrum des Landhotels Krummenweg bereits zu Gast - dies auf Einladung der Mittelstandsvereinigung der CDU und des Unternehmensverbandes. FOTO: Blazy, Achim (abz)
Breitscheid. Seit drei Jahren gibt es am Hotel Krummenweg ein Tagungs-und Kongresszentrum. Die Marktlücke wird gut genutzt. Von Joachim Preuss

Wenn in Ratingen ein Unternehmer investiert, hat er vorher den Markt sehr genau beobachtet. Das haben auch Hotelchefin Kerstin Krämer und Eigentümer Klaus Sprünken vom Landhotel Krummenweg getan, bevor sie das gegenüberliegende, seit Jahrzehnten verwahrloste ehemalige Hotelgelände ins Auge fassten, um dort ein Tagungs- und Kongresszentrum zu errichten. Die vielen Mühen, das lange Hin und Her mit Besitzern und nicht zuletzt eine Millionen-Investition haben sich gelohnt: Seit drei Jahren hat sich das Projekt zum Erfolgsmodell entwickelt.

Seit Eröffnung des Landhotels im Jahre 2005 hatte es in dem Vier-Sterne-Hotel immer wieder Anfragen für größere Veranstaltungen gegeben. Das kannten die Hoteliers bereits aus ihren weiteren Häusern in Düsseldorf und Duisburg. Die Lage des Ruinengrundstücks auf der anderen Seite der Mülheimer Straße war ideal. Zuvor waren potenzielle Investoren unter anderem auch am Denkmalschutz, der allen Ernstes die Gebäude-Reste erhalten wollte, gescheitert. Es gab bereits Pläne, die Ruine in einen modernen Hotelkomplex einzugliedern - lange bevor das Landhotel gegenüber gebaut wurde.

Irgendwann hatte sich der Denkmalschutz erledigt, der Weg war frei für einen Bankettsaal und weitere Hotelzimmer. Der Saal für bis zu 400 Personen ist etwa 420 Quadratmeter groß und hat eine 60 Quadratmeter große Bühne. Schon beim Bau haben Sprünken und Krämer auf die Multifunktionalität geachtet: Durch spezielle bewegliche Scheiben können größere Ausstellungsstücke wie Autos bequem hineingefahren werden.

Die Liste der erfolgreichen Veranstaltungen in edlem Rahmen ist lang. Sprünken betont: "Die Karnevalisten haben hier gefeiert, und Autoshows haben auch schon stattgefunden." Ebenso wie Konzerte: Die Halle mitten in der Einflugschneise ist mehrfach schallgedämmt. So waren Abtprimas Vikar Notker Wolf sowie Ford-Chef Chef Bernhard Mattes bereits bei gemeinsamen Veranstaltungen von Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT des Kreises Mettmann), Unternehmensverband Ratingen (UVR) und Commerzbank zu Gast. Für manche Veranstaltung muss Kerstin Krämer gar nicht viel Werbung machen: Die Remix-Party hatte sich unter den mittlerweile etwas älteren Ex-Besuchern der berühmt-berüchtigten Disco wie ein Lauffeuer herumgesprochen. "Es war brechend voll", erklärt Krämer. Und: Es sei doch sehr gesittet zugegangen, der Parkettboden habe jedenfalls nicht gelitten. Also wird es im kommenden Jahr wieder eine Remix-Party geben.

Ebenso wie das Musical-Dinner, dessen Karten schnell vergriffen waren. Termine stehen noch nicht fest. Demnächst werde es Angebote für Kinder geben: einen Knigge-Benimmkurs etwa, und auch an ein Spa sei gedacht. Und für die Erwachsenen will sie einen Tanz-Tee anbieten. Krämer ist mehr als zufrieden: "Das Angebot hat sich etabliert. Das braucht immer so etwa drei bis vier Jahre."

Quelle: RP
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