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Ratingen
Großes Wiedersehen beim nächtlichen Fußball

Ratingen. West (wol) Nach 15 Jahren kennt Bodo Schmolt seine Pappenheimer: "Die Jungs kommen immer kurzfristig, mit Anmeldungen ist das so eine Sache", schmunzelt er und zaubert mal eben einen Spielplan aus dem Ärmel.

Der Chef des Jugendclubs West und seine Mitarbeiter hatten wieder einmal in die Sporthalle an der Gothaer Straße zum nächtlichen Fußballturnier eingeladen. Mit Einverständniserklärung der Eltern durften sich Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr auf die Jagd nach der Filzkugel - ein rundes Leder ist es bekanntlich im Hallenfußball nicht - begeben.

"Entstanden ist die Idee damals, um den Jugendlichen eine Alternative anzubieten an dunklen Wochenendabenden", erinnert sich Schmolt, der viele der Mitspieler schon seit Jahren kennt: "Es ist eine schöne Sache, so sieht man die Leute in regelmäßigen Abständen immer wieder und kann sehen, was aus ihnen geworden ist." Und so war vor allem sowohl unter den Spielern als auch mit den Betreuern erst einmal ein großes Hallo angesagt, bevor es in drei Gruppen um den Einzug ins Halbfinale ging. Das bestritten am Ende die drei Erstplatzierten sowie der beste Zweite. Sieger wurde nach knapp vier Stunden Hallenfußball der FC Tetovo - eine Mannschaft, die aus dem Düsseldorfer Nachbarstadtteil Rath an die Gothaer Straße gereist war. Erst im Sieben-Meter-Schießen setzte sich die Truppe letztlich durch.

Für Schmolt war das Ergebnis an sich gar nicht so wichtig: "Für uns steht im Vordergrund, dass es fair zugeht und alle ihren Spaß haben. Bei den Spielern steht dagegen manchmal der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund", so der Organisator. Und da können auch schon einmal die Gemüter kurzzeitig hochkochen: "Da müssen wir dann natürlich einschreiten und Grenzen setzen. Das hilft am Ende aber immer." Sechs Mal finden diese Nachturniere während der Wintermonate in der Regel statt, wobei es oft schwierig ist, die Hallenzeiten zu bekommen. Schmolt ist froh über die gute Zusammenarbeit mit dem Sportamt: "Es ist wirklich klasse, wie die uns unterstützen. Die sechs Termine bekommen wir immer zusammen. Das ist nicht selbstverständlich." Und während die Jugendlichen Fußball spielen, können die Sozialpädagogen etwas besonders Wichtiges in ihrem Job machen, wie der Leiter des Jugendclubs sagt: "Für meine Kollegen und mich ist es besonders wichtig, Kontakte zu knöpfen."

Quelle: RP
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