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Ratingen
Grüne wollen einen Kulturbahnhof in Ost

Ratingen. "Davon wird die Braut nicht hübscher!" So kommentiert der grüne Ratsherr Christian Otto die in der neuesten Ratsvorlage zum Ostbahnhof vorgeschlagene Erstellung eines neuen Exposés als "Sofortmaßnahme der Vermarktung" (Zitat). Nach Erwerb der Immobilie für kleines Geld 2004 sehe man seit Jahren dem Verfall zu, selbst einfachste Erhaltungsmaßnahmen unterbleiben. Der Investitionsstau hat bisher noch jeden Interessenten abgeschreckt, wie die Verwaltung selbst einräumt. Ein weiterer Versuch mit externen Immobilienberatern stößt bei den Ratinger Grünen auf wenig Gegenliebe: "Das hat in der Vergangenheit nur Zeit und Geld gekostet, eine Vermarktung entspricht auch nicht unseren Zielen", so der Fraktionsvorsitzende Hermann Pöhling mit Verweis auf das grüne Wahlkampfthema Kulturbahnhof.

Dieses architektonische Schmuckstück als Ärzte- oder Anwaltshaus zu nutzen, lehnen beide Ratsherren ab und verweisen auf die Beispiele der Bahnhöfe Hilden und Essen-Kettwig. "Was dort verwirklicht wurde, sollte der zuständige Fachausschuss bei einem Ortstermin in Erfahrung bringen." Die nötigen Finanzmittel für Stadthalle, Stadttheater, Museum, Sportplätze und viele andere öffentliche Einrichtungen würden ja auch bereitgestellt. Eine gemeinsame Nutzung von interkultureller Begegnungsstätte, Gastronomie, Energieberatung und anderer Interessenten sei durchaus denkbar.

"Die Verwaltung ist gefordert, Fördermöglichkeiten darzustellen und Sponsoren anzusprechen. Namhafte Unternehmen gibt es in der direkten Nachbarschaft doch genug" - so das Fazit von Pöhling und Otto.

Quelle: RP
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