| 00.00 Uhr

Ratingen
Gymnasiasten wollen fair handeln

Ratingen. Die Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in West haben ihre Projekt-Bewerbung auf den Weg gebracht.

Während der bundesweiten Kampagne "Faire Woche" fand auch in Ratingen ein Highlight statt, das den fairen Handel in die Öffentlichkeit rückt: Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium startete mit einer großen Auftaktveranstaltung seine Bewerbung als Fairtrade-School.

Das Projekt nimmt bundesweit gehörig Fahrt auf. Darüber belehrt schon die Karte auf der Internetseite: 403 Standorte sind dort dicht an dicht verzeichnet. Wer mag, bekommt die einzelnen Standorte nach Postleitzsahl sortiert.

Nachhaltigkeit und fairer Handel waren die zentralen Themen des pädagogischen Tages, an dem Schulleiter Uwe Florin der gesamten Schülerschaft ermöglichte, Fairtrade-Produkte zu testen und zu lernen, was hinter der Idee des fairen Handels steckt.

Lena Steinhäuser, Projektkoordinatorin für Kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Ratingen, freut sich über das Engagement der Schule. "Es ist toll zu erleben, mit welchem Elan und Interesse das Projekt am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium gemeinsam von Schülerschaft und Lehrerkollegium angegangen wird." Ebenso wie bei der Bewerbung der Stadt Ratingen als Fairtrade-Town müssen auch Schulen vielfältige Kriterien erfüllen, wenn sie sich Fairtrade-School nennen möchten. Unter anderem werden Fairtrade-Produkte in der Schulcaféteria angeboten, und das Thema fairer Handel wird in den Unterricht integriert. "Ich habe mich gefreut zu sehen, dass das DBG auf einem richtig guten Weg in Richtung Fairtrade-School ist", sagt Lucia Reinartz, die sich seit Jahren beim Eine Welt-Ausschuss der Heilig Geist-Gemeinde für den Fairen Handel in Ratingen stark macht.

Seitdem sich die Schülerschaft im vergangenen Schuljahr zum Ziel gesetzt hat, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zur Fairtrade-School zu machen, ist bereits einiges passiert. Martin Leidinger koordiniert das Projekt an der Ratinger Schule: "Wir arbeiten gemeinsam daran, alle Kriterien zu erfüllen, um das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zur Fairtrade-School zu machen." Seit einem halben Jahr trifft sich die Fairtrade-Schulgruppe, bestehend aus mehreren Schülern, zwei Eltern und zwei Lehrern, regelmäßig.

Die Kampagne Fairtrade-Schools wird von TransFair getragen und steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg sowie Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz.

Fairtrade-Schools bietet Schulen die Möglichkeit, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Titel "Fairtrade-School" könnt ihr euer Engagement nach außen tragen und euren Freunden und eurer Familie zeigen, wie kreativ ihr euch für den Fairen Handel an der Schule und im Schulumfeld einsetzt. Mit einem weltverknüpften Lernen und einem Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung erreicht die Kampagne positive Einflüsse für die gesamte Gesellschaft über einen langen Zeitraum.

Fairtrade-Schools wird von Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Die Kampagne Fairtrade-Schools hat das Ziel, mit Hilfe des Themas Fairer Handel Schulen dabei zu unterstützen, Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung im gesamten Schulleben umzusetzen. Sie vermittelt der Zielgruppe mit Schwerpunkt Schülerinnen und Schüler Wissen und Kompetenzen zu nachhaltigem Konsum und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.

Infos unter www.fairtrade-schools.de.

(köh/RP)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Ratingen: Gymnasiasten wollen fair handeln


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.