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Ratingen
Gymnasium wartet weiter auf Sanierung

Ratingen. Der Stadt fehlt Personal. Deshalb müssen anstehende Arbeiten immer wieder verschoben werden. Von Marita Jüngst

Das innerstädtische Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium ist baulich in die Jahre gekommen. Wasserrohre müssen dringend erneuert werden, ebenso die Stromleitungen. Auch die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume stehen auf der Sanierungsliste ganz oben. Für die Sanierung soll die Schule abschnittsweise gesperrt werden, die Schüler sollen in andere Räumlichkeiten ziehen, beispielsweise in die inzwischen wieder leerstehende Elsa-Brandström-Schule in der Nachbarschaft. Doch wann geht es endlich los mit der Sanierung?

Schulleitung, Eltern und auch die Politik wollten dazu von der Verwaltung eine Antwort bekommen. Die gab es in dieser Woche im Schulausschuss. Doch sie ist für die Betroffenen wenig befriedigend. "Wir konnten den Eltern und Lehrern nicht sagen, wann es losgeht", sagte Rolf Steuwe, als Erster Beigeordneter auch zuständig für die Ratinger Schulen.

Als Grund dafür nannte Steuwe nicht besetzte Stellen in der Verwaltung. "Wir haben im technischen Bereich eine Unterdeckung von 50 Prozent. Der Markt an Ingenieuren ist wie leer gefegt." Deshalb müssten dringend anstehende Sanierungen verschoben werden. Auch vor dem Hintergrund, dass die Stadt wegen des Kita-Ausbaus unter Druck stehe. "Wachsende Kinderzahlen machen es notwendig, noch mehr Kindergärten zu bauen", sagte Steuwe. Hinzu kommen weitere Bauvorhaben wie die des Rathauses und des Baubetriebshofes. "Aus diesen Gründen haben wir bei Schule und Eltern um Verständnis geworben, dass wir keinen verbindlichen Termin für die Sanierung nennen können", so Steuwe.

"Das müssen wir natürlich zunächst akzeptieren. Wir wollen ja auch vertrauensvoll mit der Verwaltung zusammenarbeiten", erklärte der stellvertretende Schulleiter, Peter Lausch. Er wünsche sich jedoch, dass die Situation der Schule im Rat der Stadt im Bewusstsein bleibe und die Sanierung nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden könne. "Schon bei den Anmeldungen vor zwei Jahren haben die Eltern nachgefragt. Wir konnten nicht einmal einen ungefähren Zeitraum nennen", bedauert Lausch.

Ein weiterer Wunsch der Schule: "Selbst wenn der Termin noch nicht feststeht, sollte schon einmal mit den Überlegungen begonnen werden, wie es während der Sanierung weitergeht", wünscht sich Lausch. Eine Unterbringung der Schüler in der Elsa-Brandström-Schule und in Containern allein werde nicht ausreichen, meint er.

Schon jetzt hat das Gymnasium mit Platzproblemen zu kämpfen. "Wir mussten einer Klasse einen der drei Physikräume als Klassenraum zuweisen", beschreibt Lausch die Situation. Deshalb komme es im Fach Physik immer wieder zu Raumproblemen. Immerhin hat Rolf Steuwe versprochen, die bereits angefangenen Arbeiten in der Schule so schnell wie möglich fertigzustellen. Beispielsweise die noch nicht funktionstüchtige zusätzliche Feuertreppe und das Behinderten-WC sollen fertiggestellt werden. Auch die Deckenplatten, die für Untersuchungen des Brandschutzes vorübergehend abgenommen wurden, sollen endlich wieder montiert werden.

Quelle: RP
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