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Heiligenhaus
Heiligenhaus feiert die Erfindung des Rads

Heiligenhaus: Heiligenhaus feiert die Erfindung des Rads
Der Weg zum Laufradführerschein führt über den schnurgeraden Panoramaradweg. Hier zeigt Lou-Anke Carlin (Jugendamt) die Einladung vorab. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. 200 Jahre Draisine - dazu gibt es am Montag eine Laufrad-Aktion mit 120 Kita-Kindern auf dem Panoramaradweg. Von Paul Köhnes

Für Autofahrer wäre das völlig undenkbar: ein Führerschein mit einer kurzgefassten Geschichte des Automobils zum Nachlesen auf der Rückseite. Bei einer anderen Sorte Fahrerlaubnis ist das ganz anders. Und rund 120 Kindergartenkinder aus fünf Kindergärten können das mit Eltern, Erziehern und Besuchern am kommenden Montag auf dem Panoramaradweg nachlesen.

Aber davor wartet eine sehr spezielle Führerscheinprüfung auf sie. Dafür sorgen an diesem besonderen Tag mehrere Organisatoren mit vereinten Kräften. "Wir feiern in Heiligenhaus das Jahr 2017 als Fahrradjahr", bringt Stadtmarketing-Frontfrau Ruth Ortlinghaus in Erinnerung. Man schaute kurz in die Historie - und fand das, was nun auf den Führerscheinformularen nachzulesen ist: "Am 12. Juni 1817 unternahm Freiherr Karl von Drais die erste Fahrt mit der von ihm konstruierten Laufmaschine. Die Exkursion mit dem Vorläufer des Fahrrads gilt als die Geburtsstunde der individuellen Mobilität."

Stadtmarketing-Koordinator André G. Saar hat Jugendamt und Kitas zusammengetrommelt, um aus diesem Geburtstag ein echtes Event zu machen. "Der Panoramaradweg wird von der Waggonbrücke aus bis zum Alten Bahnhof gesperrt, dient dann von 14.30 bis 16.30 Uhr als Parcours für die Kinder." Vier Stationen gilt es zu bewältigen: zügig starten, Hindernissen ausweichen, einparken - und erklären, was die Lichter an einer Ampel zu bedeuten haben. Während dieser Zeit wird der Radler- und Fußgängerverkehr umgeleitet. Ab 14.30 Uhr machen sich immer zwei Kinder gleichzeitig auf die schnurgerade Strecke. Saar hat auch ans einladende Drumherum gedacht: "Die Gastronomen, die im Stadtmarketing zusammenarbeiten, sorgen für Zelte, Bänke und Tische am Alten Silo. Es gibt unter anderem Waffeln zu essen." Und an eine Malaktion ist auch gedacht. Mit ihrer Idee kamen Saar und Ortlinghaus bei den Kindergärten sehr gut an. Saar weiß: "Zum Radfahren lernen sind Laufräder viel besser geeignet als früher die Kinderräder mit ihren Stützrädern."

Etwas knifflig ist die Parkplatz-Situation in unmittelbarer Nähe. Die Organisatoren empfehlen bei Bedarf den Hitzbleck-Parkplatz und den Platz Ecke Bahnhof- und Westfalenstraße. Direkt am alten Silo wird ein Mini-Parkplatz speziell für Eltern mit Kleinkindern eingerichtet. Hier gibt es aber nur wenige Plätze.

Das Teilnehmerfeld ist nicht fest begrenzt - spontane Teilnahme bleibt möglich während der zwei Stunden. Laufräder können bei Bedarf gestellt werden.

Quelle: RP
 
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