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Heiligenhaus
"Heimatklänge" singen noch einmal auf der großen Bühne

Heiligenhaus. "Habt Dank, ihr Freunde", haben die Heimatklänge 1911 ihr Konzert genannt, mit dem sie am Samstag, 31. Oktober, 19 Uhr, in die Kant-Aula laden - möglicherweise zum letzten Mal. Mit einem Querschnitt durch das Repertoire einer 104 Jahre währenden Chor-Geschichte verabschieden sich die 30 aktiven Sänger zumindest von der großen Bühne. Dem Alter geschuldet, wolle man sich noch ein letztes Mal dem großen Programm widmen. Ein Programm, das sowohl mit literarischen Momenten aufwarten, aber auch mit kräftigen, feurigen Takten die Zuschauer mitnehmen will. "So ganz aufhören werden wir mit dem Singen nicht. Wir proben weiter, kleinere Auftritte wird es vielleicht auch noch geben, aber so ein großes Programm bekommen wir möglicherweise nicht mehr gestemmt", sagt der zweite Vorsitzende, Roland Gzuk, und Gerd Schlupkothen, der erste Vorsitzende, fügt an: "Ohne das Proben würde uns Freitagabend allen etwas fehlen." Schlupkothen, seit 1955 Mitglied der Heimatklänge, wird wehmütig zu Mute. "Die Heimatklänge sind ein Teil unseres Lebens." Er kann sich vor allem kleinere Liederabende im bescheideneren Rahmen vorstellen, mit leichteren Klängen. "Männergesangvereine wie wir sind aus der Mode", so Schlupkothen. "Und wir wollen uns anständig verabschieden." Fusionen mit anderen Chören kamen für die Heimatklänge aufgrund unterschiedlicher Literaturen und den jeweiligen Traditionen nicht in Frage; die Heimatklänge haben sich "dem klassischen Männergesang" verschrieben. "Das ist eine Entwicklung, die sich lange abgezeichnet hat", so Gzuk.

Gemeinsam mit befreundeten Sängern des "Ars Cantica", deren Chor, ebenso wie die Heimatklänge, schon seit 25 Jahren von Michael Smetten geleitet wird, werden zum Monatsende dann gut 40 Sänger auf der Bühne stehen. Eine langjährige Freundschaft verbindet die Heimatklänge auch mit dem japanischen Sakura-Chor aus Düsseldorf. Mit den Damen gemeinsam wird auch ein japanisches Stück zu hören sein, "Die Heimat" oder "Furusato". Solist des Abends ist der Bariton Thomas Peter. Am Piano wird ebenfalls ein langjähriger Begleiter zu hören sein: Lothar Welzel, Folkwang-Dozent aus Essen. Schlupkothen: "So lange es uns Spaß macht und wir noch bei Stimme sind, werden wir weiter singen."

Karten gibt es für zwölf Euro bei den Sängern, bei Witte, im Kulturbüro und im Ratskeller.

(sade)
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