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Niederberg
Helios Klinikum rüstet sich für die Zukunft

Niederberg: Helios Klinikum rüstet sich für die Zukunft
Die neuen Chefärzte (von links): Dr. Markus Bruckner, Dr. Lars Bansemir, Bölüktas Servet und Dr. Redwan Bassam. FOTO: Achim Blazy
Niederberg. Der Gesundheitskonzern baut das medizinische Spektrum aus und investiert noch elf Millionen Euro ins alte Gebäude. Von Stefan Mülders

"Wir sind hier mit dem Ziel angetreten, die Kernbereiche zu erhalten, zu vertiefen und darüber hinaus das Spektrum zu erweitern. Mit der Umsetzung warten wir nicht erst, bis das neue Gebäude steht", sagt Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer der Helios Klinikum Niederberg in Velbert. Am 1. September nahmen daher nicht nur mit Dr. Lars Bansemir und Dr. Markus Bruckner zwei neue Chefärzte ihre Arbeit auf, zeitgleich konnte eine neue Kooperation mit dem Helios Klinikum Wuppertal für die Thoraxchirurgie vorgestellt werden.

Bansemir ist neuer Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie und wird die diagnostischen und minimal-invasiven Verfahren deutlich ausbauen. Bruckner wird als Chefarzt für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie alle drei Säulen seiner Klinik modernisieren und vor allem den Bereich der neuartigen Operationen ausbauen. Damit ist in diesen Bereichen ein Generationswechsel eingeläutet, Basemir ist 39 und Bruckner 40 Jahre alt. Ihre Vorgänger, PD Dr. Klaus-Dieter Emmerich (Kardiologie) und Dr. Christian Löhlein (Anästhesie), wurden vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet, bleiben dem Haus aber weiter verbunden, wie Geschäftsführer Cruse betont. "Wir haben uns nicht im Streit getrennt, und es gibt noch Optionen, dass uns wenigstens einer von beiden auch teilweise noch mit seiner Expertise zur Verfügung steht." Die Thoraxchirurgie wird über Chefarzt PD Dr. Servet Bölükbas und Oberarzt Dr. Bassam Redwan aus dem Wuppertaler Lungenzentrum abgedeckt. "Es geht uns darum, den Patienten in der Region eine optimale Versorgung zu gewährleisten", sagt Bölükbas. "Kardiologie und Thoraxchirurgie sind medizinisch eng verbunden." Allerdings können in Velbert noch keine Operationen am Brustkorb und der Lunge durchgeführt werden, das könnte aber mittelfristig eine Perspektive werden. Sprechstunden wird es am Klinikum Niederberg geben, notwendige operative Eingriffe würden in Wuppertal durchgeführt.

Lars Bansemir hat als Schwerpunkte die Behandlung des Herzens mittels minimal-invasiver Kathetertechnik (interventionelle Kardiologie), von komplexen Koronarschädigungen, chronischen Verschlüssen und den "transformalen Aortenklappenersatz", den Ersatz der Aortenklappe über einen in der Leistengegend eingeführten Herzkatheter.

"Die Kardiologie bietet hier inzwischen ganz hervorragende Möglichkeiten, die bei vielen Patienten die Öffnung des Brustkorbs nicht mehr notwendig machen", sagt der gebürtige Langenfelder, der in Düsseldorf, Wuppertal und Krefeld seine Stationen hatte. Markus Bruckner war zuletzt Oberarzt am Helios Klinikum Siegburg und wohnt noch in Köln. Für ihn steht die Schmerzfreiheit der Patienten an oberster Stelle. So wurde bereits ein Schmerzdienst eingerichtet, der zweimal täglich über die Stationen geht. Außerdem ist die Einrichtung einer Schmerzambulanz für Patienten mit chronischen Schmerzen geplant. Neben dem Ausbau der Kooperationen mit anderen Häusern der Helios-Gruppe ist Cruse die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten in der Region sehr wichtig. "Wir wollen hier miteinander funktionieren und nicht gegeneinander arbeiten", betont er. Dazu würden sowohl er selbst wie auch die Chefärzte den Kontakt weiter vertiefen und für die Niedergelassenen ansprechbar sein.

Quelle: RP
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