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Ratingen
Heute in Hösel für Ostern basteln

Ratingen. Im Oberschlesischen Landesmuseum wird ein Kreativkursus angeboten.

Das Gelbe vom Ei ist einmal der Dotter, der im besten Fall leuchtend und energiegeladen den meist als besser eingeschätzten Teil des Eis ausmacht. "Das Gelbe vom Ei" bezeichnet also oft etwas sehr Gutes, wie derzeit im Oberschlesischen Landesmuseum (OSLM) in Hösel, Bahnhofstraße 62: Am heutigen Samstag gibt es einen Kreativkursus von 14.30 bis 16.30 Uhr zum Thema schlesische "Kroszonki". Gemeint ist die traditionelle schlesische Kratztechnik. Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person, weitere Familienangehörige je zehn Euro. Anmeldung unter Telefon 02102 9650.

Das Ei gilt als Symbol des Lebens - so vermittelt es die aktuelle Ausstellung des Museums, - der Fruchtbarkeit und der Erneuerung. Außerdem entspricht seine Form keiner geometrischen Form. So ist das Ei etwas ganz Besonderes. In Mythologie, Religion, Kunst und Brauchtum, aber auch in vielen Kochrezepten spielt das Ei eine Schlüsselrolle.

Der Brauch, zu Ostern Eier kunstvoll zu verzieren und zu verschenken, ist weltweit verbreitet. Er hat einen heidnischen Ursprung und wurde später mit dem christlichen Osterfest verbunden. In Oberschlesien lässt sich das Verzieren von Ostereiern bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen.

Man muss bunte Eier nicht beim Kaffeeröster kaufen, man kann sie selber verschönen. Noch heute ist das kunstvolle Verzieren von Ostereiern in Oberschlesien sehr lebendig. Besonders schöne Ergebnisse kann man mit der in Oberschlesien häufig verwendeten Kratztechnik erzielen. Dabei wird das jeweilige Muster aus der einfarbig getönten Oberfläche des Eis herausgekratzt. In dieser Methode verzierte Ostereier werden "Kroszonki" genannt. Viele Ostereier aus Schlesien weisen solche Muster auf - je feiner und zarter die Mustergestaltung, desto schöner das Ei. Sie werden auch im Museum zum Verkauf (zwölf Euro pro Stück) angeboten.

Das Wachsbatikverfahren wiederum gehört zu den ältesten Techniken des Verzierens von Ostereiern und ist slawischen Ursprungs. Diese Technik war vor allem in den östlichen Gebieten Polens, aber auch in anderen Ländern, insbesondere in der Ukraine, bekannt.

Die siebte Osterei-Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein Ukrainisches Haus in Düsseldorf. Diesmal geht der Blick über die Grenzen Schlesiens und Polens hinaus in die benachbarte Ukraine. Die Ausstellung läuft bis zum 3. April, geöffnet täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr. Abweichende Öffnungszeiten: Das OSLM ist am 25. und 26.März geschlossen und am 27. und 28. März 2016 geöffnet.

(gaha)
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