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Ratingen
Heute kommen 150 weitere Flüchtlinge an

Ratingen. Am gestrigen Abend wurden die Anwohner in Ratingen Süd informiert: Rolf Steuwe, der Erste Beigeordnete der Stadt, erwartet für den heutigen Donnerstag weitere 150 Flüchtlinge, die in der Elsa-Brandström-Schule unterkommen sollen. Der Sozialdezernent kündigte im Rat an, dass man die Zahl der Sicherheitskräfte auf dem Gelände verdoppeln werde. Von Norbert Kleeberg

Die ersten 132 Asylsuchenden, die in der Schule untergebracht wurden, kamen am 31. Juli an (unsere Redaktion berichtete). Steuwe räumte ein, dass es immer schwieriger werde, größere Unterkunftsplätze bereitzustellen. "Wir haben es uns nicht leicht gemacht, als wir uns entschieden haben, durch den Einsatz von Etagenbetten die Elsa-Brandström-Schule mit bis zu 300 Personen zu belegen", erklärte Steuwe, der im Rat von einem Zwischenfall berichtete. Anwohner seien unlängst durch einen Fehlalarm im Gebäude aufgeschreckt worden - auch durch die Tatsache, dass die Feuerwehr in diesen Fällen "mit großem Besteck" (so Steuwe) ausrückte. Doch die Sache habe sich mittlerweile geklärt.

Auch in der Turnhalle an der Graf-Adolf-Straße sollen rund 20 bis 30 Flüchtlinge unterkommen. Betroffen ist davon der Verein für Breiten-, Behinderten- und Rehasport, BSG Ratingen.

Gestern gab es eine Bürgermeisterkonferenz zusammen mit Landrat Thomas Hendele. Tenor: Zur Not muss man auch auf weitere Sporthallen zurückgreifen. Am Nachmittag wurde bekannt, dass im Bürohaus an der Josef-Schappe-Straße in Ratingen Ost auf vier Etagen bis zu 280 Menschen untergebracht werden sollen. Der Mietvertrag wird zunächst für sechs Jahre - mit der Option auf zweimalige Verlängerung um jeweils drei Jahre - geschlossen. In den nächsten Monaten werden dazu weitere Umbauarbeiten vorgenommen.

Quelle: RP
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