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Heiligenhaus
Hilfe für vergessene Kinder

Düsseldorf. Die Rumänienhilfe schickte nach Anlaufschwierigkeiten wieder zwei volle Sattelschlepper auf die Reise. Spontane Spenden sichern die Transporte für ein weiteres Jahr. Jeder Euro lindert die Not. Von Petra Willnauer

Seit mehreren Jahren engagiert sich der Heiligenhauser Verein Vergessene Kinder e.V. für direkte Hilfe in Rumänien, unter anderem mit Sachtransporten. In den vergangenen Monaten sah es jedoch danach aus, als müsste der Verein seine Tätigkeit einschränken. Der Vorstand teilte mit, dass aus Kostengründen die Hilfslieferungen eingestellt werden müssen. Denn nicht nur Sach-, sondern auch Geldspenden sind wichtig für die Hilfstransporte. Nun konnten doch noch vor Weihnachten, am 18. sowie am 21. Dezember, zwei volle Sattelschlepper nach Siebenbürgen gebracht werden.

„Die Freude der Menschen, besonders die der Kinder dort, kann man sich kaum vorstellen“, berichtet Petra Ullrich. Dank den erneuten Spendenzusicherungen scheinen die Transporte nun auch zumindest für ein Jahr gesichert. Das Kloster in Grefrath will für die Dauer eines Jahres die Hälfte der Kosten jedes Hilfstransportes übernehmen, die Deutsche Bank in Düsseldorf hat spontan 2000 Euro gespendet, die Kalkwerke in Wülfrath stellen dem Verein ein weiteres Jahr große Räumlichkeiten für die Sammlung, Verpackung und Vorbereitung der Transporte. Aus der Bevölkerung kamen dem Verein spontane Geldspenden zu.

Unter der Leitung des Ehepaars Petra und Dr. Carl-Heinz Ullrich wurde die zunächst private Hilfsorganisation zu einem Verein ausgebaut, der unter anderem regelmäßige Sachspenden-Transporte nach Rumänien organisiert. Seit seiner Gründung 1998 hat der Verein Hunderte von Tonnen an Hilfsgütern gezielt nach Rumänien, speziell aber nach Siebenbürgen, gebracht. An den Sammelstellen im Kloster Grefrath, beim Roten Kreuz Heiligenhaus und beim Medizinischen Zentrum Villa Nonnenbusch gehen täglich Sachspenden ein. „Unser Problem ist nicht der Mangel an Hilfsgütern, sondern die finanzielle Grundlage im logistischen Bereich.“

Auch die Weiterführung schon bestehender Projekte bedarf einer Finanzierung. Mithilfe des Vereins wurde ein Straßenkinderprojekt vor Ort aufgebaut, dass, laut Verein, mittlerweile von anderen Hilfsorganisationen kopiert wird. Ein weiterer Erfolg ist die Unterbringung von Waisen in rumänischen Familien sowie die Berufsausbildung jugendlicher Waisen. Eine neue Sozialstation kümmert sich außerdem intensiv um ältere Menschen, die wegen Schwäche, Unterernährung und Mangelkrankheiten hilflos herumliegen.

Quelle: RP
 
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