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Heiligenhaus
Hochschulbau dauert länger als geplant

Heiligenhaus: Hochschulbau dauert länger als geplant
Die Arbeiten am Hochschul-Neubau kamen zeitweise ins Stocken. Inzwischen geht es an der Westfalenstraße weiter. Aber der Umzug kommt erst ab November in Gang. FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. Die Pleite einer Baufirma ist schuld. Die ersten Studenten kommen im Sommersemester 2017 auf den Campus. Von Paul Köhnes

Der Bochumer Hochschulsprecher Detlef Bremkens nimmt es mit einem Stück gelassener Resignation, zumal die Folgen überschaubar sind. "Das ist eben das, was bei Großbau-Vorhaben passieren kann. Ein beteiligtes Unternehmen geht in Konkurs - und das bringt automatisch Verzögerungen mit sich." So kommentiert er die Tatsache, dass der vorgesehene Zeitplan für den Bezug des Campus inzwischen Makulatur ist.

Sofort, nachdem die Hochschule Bochum - als zukünftiger Campus-Mieter - die Nachricht vom federführenden Landesbetrieb BLB bekam war klar: Mit dem Umzug vom Höseler Platz in die neuen Gebäude an der Westfalenstraße wird es zum Wintersemester 2016/2017 nichts. Bremkens: "Uns fehlen jetzt einfach einige Wochen."

Damit müsse man nun leben. Denn eines wollte man aus Hochschulsicht dringend vermeiden: "Improvisierter Lehrbetrieb macht keinen Sinn. Er schadet letztlich dem Ergebnis", sagt Bremkens. Geplant ist nun, im November "mit eigenen Maßnahmen" in Sachen Umzug zu beginnen. Man mache das in Eigenregie und es sei zeitaufwendig. Der richtige Umzug soll im Januar 2017 beginnen, auf dass zum Semesterstart im April 2017 alles am Platze ist.

Eine weitere Folge: Da im Wintersemester, beginnend im Oktober, mehr Studenten zu erwarten sind als im Sommer, ist die Verzögerung "ärgerlich für den Komfort der Lehrenden und Studierenden", kommentiert der Hochschulsprecher. Dennoch könne man mit den vorhandenen Kapazitäten in den gemieteten Etagen am Höseler Platz leben. "Es ist nicht an irgendwelche Zugangsbeschränkungen gedacht. Immerhin geht es beim Campus Velbert/Heiligenhaus um meine sehr erfolgreiche Ausgründung der Hochschule." Die Vorfreude auf den neuen Campus wächst. Das hat Standortsprecher Prof. Christian Weidauer unlängst bei einem Vortrag vor der Senioren-Union deutlich gemacht. Hier ging es weniger darum, dass Studenten am provisorischen Standort hier und da um funktionierende Wlan-Verbindungen kämpfen müssen. Sondern darum, dass die Hochschule mit eigenem Campus künftig mehr in ihrer Identität wahrgenommen werden wird, als dies derzeit in den Mietetagen am Höseler Platz möglich ist.

Knapp sieben Jahre zurück reicht die Hochschulgeschichte des Heiligenhauser Campus. 2009 ging es mit 24 Studenten los, inzwischen sind es 250, am Ende aller Ausbaustufen werden 400 Studenten und 13 Professoren am Standort sein.

Der Campus selbst wirbt unverdrossen für seine Angebote. Man setzt - wie schon seit Beginn der Hochschulplanung 2009 - gezielt auf die Zusammenarbeit mit der Schlüsselregion. Gerade am neuen Standort will man Foren und Hörsäle möglicherweise auch für Veranstaltungen zu öffnen.

Quelle: RP
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