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Postskriptum Diese Woche In Ratingen
Höhere Hundesteuer wird heiß diskutiert

Ratingen. Bei manchen Themen kochen die Emotionen hoch. Über das Thema Hunde und ihre Halter lässt sich trefflich streiten. Unversöhnlich stehen sich Hundehalter und -hasser gegenüber. Die Nachricht, dass die Stadt Ratingen ab 2017 die Hundesteuer um etwa zehn Prozent erhöhen will, hat auch auf unserer Facebook-Seite Wellen geschlagen.

Von Hundehassern kommen immer dieselben Argumente: Von der Hundesteuer sollen gefälligst öffentliche Plätze und Gehwege vom Kot der Vierbeiner gereinigt werden. Doch klar ist: Steuern dürfen nicht zweckgebunden kassiert werden. Steuereinnahmen kommen allen Bereichen der Kommune zugute - letztlich also auch der Stadtreinigung. Und auf der anderen Seite sehen sich Hundehalter zu Unrecht "abkassiert". Kreistagsabgeordneter Sebastian Wladarz aus West versuchte, die Wogen zu glätten: Es seien viele Auslaufzonen eingerichtet worden, ja sogar einen Hundestrand gebe es nun. Und: " Im vergangenen Jahr wurden die Hundesteuern nicht erhöht, aber die Kita-Gebühren für unsere Kinder." Wer den Höchstsatz zahle, der wissen, dass das Jammern über diese geplante Erhöhung ein "Jammern auf hohem Niveau" sei.

Unbestreitbar ist hingegen, dass ein Hund besonders für ältere Menschen ein ungemein wichtiger sozialer Faktor sind. Beim Gassigehen werden Kontakte geknüpft,die sonst nicht zustande kämen. Und überhaupt: Das Problem sind nicht die Hunde, sondern die Halter. Das mag bei den sogenannten gefährlichen Hunden anders sein. Da stellt sich die Frage, ob Ratingen nicht auch wie beispielsweise Heiligenhaus die Chance auf zusätzliche Steuereinnahmen nutzen sollte. Mit dem Heiligenhauser Steuersatz für Kampfhunde kämen so jährlich über 50.000 Euro zusätzlich in die Kasse.

joachim.preuss@rheinische-post.de

Quelle: RP
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