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Homberg
Homberger warnen vor organisierten Bettlern

Homberg. Die Bitte von Jürgen Schröder ist eindringlich: "Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie zur Aufklärung der Bevölkerung beitragen würden. Möglicherweise sind solche Bettelaktionen ja auch in anderen Stadtteilen vorgekommen", wandte er sich an unsere Zeitung. Der Homberger, der zusammen mit seiner Ehefrau Rosel im Stadtteil ehrenamtlich Flüchtlingen hilft und mit ihr den Verein ,Homberg hilft Flüchtlingen in Homberg' gegründet hat, macht sich Sorgen. Denn in der vergangenen Woche sind im Stadtteil Fälle aufgetaucht, die vielleicht instrumentalisiert werden könnten.

Schröder: "Uns liegt sehr daran, in der Bevölkerung klar zu machen, dass die Bettelei nicht von den Flüchtlingen ausgegangen ist, weil sonst die Ängste vor den Flüchtlingen in Homberg sehr geschürt würden, die ohnehin schon bestehen."

Doch was ist passiert? In der vergangenen Woche klingelte es an mehreren Haustüren in Homberg. Vor der Tür befand sich dann ein junger Mann, manchmal waren auch zwei Personen da. Diese hatten einen Zettel in der Hand, sie bettelten. "Auf dem Zettel stand sinngemäß in deutscher Sprache, dass die Männer arm seien und eine große Familie zu ernähren hätten", erzählt Schröder, dem vier Bekannte unabhängig voneinander von den Vorkommnissen erzählt haben. Und in weiterer Schilderung stimmen die Erlebnisse der Anwohner überein, so Schröder: "Es wird von den Betroffenen berichtet, dass der bettelnde Mann massiv drängelnd versucht habe, in die Wohnung zu gelangen." Unter anderem hatten die Personen es auch bei Pfarrer Michael Füsgen versucht. Dem gelang es, einen der bettelnden Männer als rumänischen Staatsbürger zu identifizieren: "Also als EU-Bürger", so Schröder, der vermutet: "Es liegt nahe, dass in diesem Fall eine organisierte Form der Bettelei vorgelegen hat."

(wol)
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