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Heiligenhaus
Im Club-Programm ist Musik drin

Heiligenhaus: Im Club-Programm ist Musik drin
Edlegard Eichberg organisiert den Betrieb im Jugendfreizeitheim. Sie kennt den Club seit über 30 Jahren. FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. Eine Online-Umfrage der Jungen Union will mehr Klarheit über Besucherwünsche. Club-Chefin Edelgard Eichberg hat Erfahrung mit solchen Wunschlisten. Bei der letzten standen "Spielekonsolen" obenan. Sie werden jetzt angeschafft.

Mittags, halb eins, strömen Schüler aus der benachbarten Gesamtschule in den großen Raum des Clubs. "80 Kids kommen fünfmal pro Woche", sagt Clubchefin Edelgard Eichberg. Die Mittelstufenschüler gehören zur Kernklientel des Jugendfreizeitheims.

An der Hülsbecker Straße wird ihnen allerdings weit mehr geboten, als ein gemütlicher Aufenthaltsraum für Pausen oder Freistunden. Geht es nach der rein zeitlichen Auslastung, dann ist man an der Hülsbecker Straße an der Grenze der Möglichkeiten angekommen: "Dienstags bis freitags ist von acht Uhr morgens bis in den späten Abend jemand da", sagt Eichberg. Keine Kleinigkeit bei den anderthalb Planstellen, die die städtische Einrichtung derzeit hat. Im kommenden Februar soll eine weitere Stelle neu besetzt werden, nachdem der langjährige Leiter der "Teens-Arbeit" vor einem halben Jahr ging.

In diese Umbruchphase hinein kommt eine neue Idee, von der Eichberg vorab lose unterrichtet war, wie sie sagt. Die Junge Union in Heiligenhaus möchte nun das Angebot des Clubs für Jugendliche auf den Prüfstand stellen. "Wir möchten wissen, ob das heutige Angebot im Club noch den Wünschen der Jugendlichen entspricht", erklärt der JU-Vorsitzende Baha Uzun.

Die CDU-Nachwuchsorganisation wird daher eine Online-Umfrage starten und Jugendliche und junge Erwachsene zu ihren Wünschen nach dem Club-Angebot befragen. "Wir stellen den Club nicht in Frage. Uns interessiert, welche Veranstaltungen, Öffnungszeiten oder Angebote sich die junge Generation wünscht", stellt Uzun in einer Mitteilung klar.

Nach Vorstellungen der JU könnten sich die Öffnungszeiten auch auf das Wochenende ausweiten oder bestimmte Events auf Vorschlag der Jugendlichen organisiert werden. Der JU-Chef erklärt weiter: "Im Anschluss an die Umfrage möchten wir mit der Club-Leitung, dem Jugendamt und Bürgermeister Beck in Kontakt treten und ausloten, was geht und was nicht."

Eichberg hätte sich eine engere vorherige Abstimmung vorstellen können. "Immerhin gibt es die Ergebnisse einer gut zwei Jahre alten Umfrage. Die entstand damals im Rahmen einer Bachelorarbeit. Ganz obenan auf der Wunschliste: "Spielekonsolen". Die werden in Kürze angeschafft.

Schwieriger dagegen wäre eine Ausweitung der Öffnungszeiten zu machen. "Der Club wird ja auch abends für Konzerte genutzt, die das Kulturbüro organisiert. Das heißt: Bands kommen dienstags ab mittags, bauen auf und proben." Zudem kämen zahlreiche Besucher tagsüber aus den Nachbarstädten - und diese Schülerpendler seien schwer zu binden, weil die Schul- und Wohnsituation auch auf das Freizeitverhalten durchschlage, meint Eichberg. Prinzipiell steht sie der neuen Umfrage positiv gegenüber: "Vielleicht lassen sich ja ganz neue Richtungen daraus erkennen."

Teilnahme an der Umfrage ist über die Internetseite der JU Heiligenhaus möglich: www.ju-heiligenhaus.de.

(RP(köh)
 
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