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Kreis Mettmann
Im Wald gibt es eine ganze Menge zu lernen

Kreis Mettmann: Im Wald gibt es eine ganze Menge zu lernen
Wie sieht ein Buchenzweig aus und wie erkennt man Eicheln? Das lernen Kinder bei Waldausflügen mit Kennern. FOTO: olaf staschik
Kreis Mettmann. Die Wälder im Kreisgebiet sind nicht nur Lebensraum für Pflanzen und Tiere. In den Erholungsgebieten gibt es allerhand zu entdecken.

"Was man kennt und liebt, das schützt man auch", lautet das Leitmotiv des Umweltbildungszentrums Heiligenhaus (UBZ). Regelmäßig wird am dazu gehörenden Waldmuseum direkt am Bach die Natur zum praxisnahen Unterrichtsraum. Förster Hannes Johannsen vermittelt, was es über den Wald als solchen sowie seine Bewohner Wissenswertes zu erfahren gibt. Selbst Vater von drei Kindern, hat er raus, wie sich Themen spannend vermitteln lassen. Also erfahren Besucher nebenbei Nuancen wie zum Beispiel, dass Wildschweine ein wenig nach dem Kraut Liebstöckel riechen - oder wie eine gewisse Speisewürze, die gerne für Suppen verwendet wird. "Wir wollen Kindern ganz spielerisch eine Idee für die Naturbelange mitgeben, damit sie die Angst vor dem Wald verlieren", sagt Johannsen. Übrigens auch bei Aktionen wie den Waldjugendspielen. An den selbst erdachten Stationen des kniffligen Parcours können dann Forschergeist und Neugier unter Beweis gestellt werden.

Waldmuseum im ehemaligen Wasserwerk, Im Paradies 2, Heiligenhaus, Telefon 02056-569353.

Dass sie Honig sammeln, weiß jeder. Dass das aber nicht die wichtigste Funktion der Biene ist, wird gerne vergessen. Gäbe es die fleißigen schwarz-gelben Flieger nicht, blieben etwa 80 Prozent der Blüten unbestäubt. Aber auch, weil urbanes Imkern auf Hochhausdächern oder in kleingärtnerischen Parzellen wieder sehr beliebt ist, kann der Bienenzuchtverein 1868 über mangelndes Interesse nicht klagen. Der Bienenlehrstand ist gleichzeitig ein Kurzspaziergang durch ein Schmuckkästchen entlang blühender Wiesen mit Insektenhotel, Klangkörpern und allem, was es rund um ihre Majestät, die Eierlegmaschine namens Königin, Arbeiterinnen und männlichen Drohnen zu wissen gibt.

Ratinger Bienenzuchtverein 1868, Oststraße 38, Telefon 02102 399695

Umweltbildung mit individueller Herangehensweise bietet die zertifizierte Waldpädagogin Astrid Walker an. Ob junge Leute oder alte Menschen, "es geht darum, positive Erfahrungen im Wald zu sammeln". Dazu geht die gelernte Gärtnerin, die auch studierte Ingenieurin ist, gern nach der Saison vor. Beim Herbst im Wald wird dann anhand des Sympathietiers Eichhörnchen erzählt, wann es wie Eicheln und Bucheckern als Wintervorrat sammelt, um damit durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Geht es nominell um ein Angebot wie Pfeil- und Bogenbau, werden nicht nur entsprechende Gerätschaften selbst gefertigt, es wird zugleich etwas über Nachhaltigkeit bei der Jagd und in der Wirtschaft vermittelt.

Astrid Walker, Telefon 02104/ 957979, E-Mail astrid.walker@naturerfahrungs-angebote.de

In Hilden steht Förster Dennis Anders Kita- und Schulkindern für Ausflüge in den Hildener Stadtwald zur Verfügung. Rehe, Waschbären, Hasen, Kaninchen und jede Menge Vögel können bei Glück und Disziplin beobachtet werden. Das Hildener Waldklassenzimmer liegt mitten im Stadtwald. Hier können nicht nur Kinder ganz viel über den Nutzen und das Geschäft mit dem Holz und die Jahrhunderte alte Zunft der Holzwirtschaft lernen.

Seine sachkundige Begleitung in Wald und Flur können die Hildener kostenlos buchen (Telefon 02103 909600).

(von/gund)
 
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