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Ratingen
Immer mehr Baustellen liegen brach

Ratingen: Immer mehr Baustellen liegen brach
Die vergessenen Baustellen (wie hier auf der Talstraße) erstrecken sich über das gesamte Stadtgebiet und sind mitunter gefährliche Stolperfallen für Fußgänger. FOTO: Joachim Preuss
Ratingen. Leser berichten über eingestellte Bauarbeiten und zurückgelassene Gruben und Absperrungen. Von Joachim Preuss

Großer Ärger: Bei unserem Bürgermonitor zum Thema "vergessene Baustellen im Stadtgebiet" erreichten uns einige Zuschriften von RP-Lesern. Aus Lintorf meldete sich Martina Vogt: "Seit vier Wochen befindet sich bei uns auf dem Ulenbroich 9-13 eine Baustelle. Daran wurde am Anfang zwei Tage gearbeitet und dann nach einer Woche noch mal einen Tag." Seitdem hat Vogt keine Arbeiten mehr wahrnehmen können: "Die Kabel sind neu, und das Loch steht nach dem Regen voll Wasser, das tut den Kabeln bestimmt gut."

Aus Lintorf meldet Dieter Bräm: "Auch an der Bushaltestelle ,An den alten Dieken' in Lintorf ist schon seit Monaten der Anschlusskasten als Baustelle getarnt. Nach meiner Einschätzung ist die Kabelverlegung aber abgeschlossen."

Jens Müller machte auf mehrere Absperrungen auf der Talstraße aufmerksam. Sie seien dort schon seit Wochen zu sehen. Von Arbeitern derzeit keine Spur. Dort seien Glasfaserkabel verlegt worden.

Manfred Büth, ebenfalls aus Lintorf, meldete: "An der Duisburger Straße/Ecke An den Dieken befindet sich seit Monaten auch eine Baustelle - vermutlich von der Telekom. Es tut sich nichts mehr. Die Verdrahtung scheint erfolgt zu sein. Sehr störend ist das Warnschild, befestigt mit Betonteilen, in der Einfahrt zum Büro der Firma Büth GmbH." Auch Thorsten Quast machte auf diese Baustelle aufmerksam: An der Ecke Duisburger Straße/An den Dieken ist ebenfalls so eine verwaiste Verteilerkasten-Baustelle. Und gegenüber, Ecke Am Diepebrock, geht es auch nicht so richtig weiter."

Elke Schmitz machte die RP-Redaktion auf die Talstraße aufmerksam: Auch dort tut sich offenbar gleich an mehreren Baustellen nichts mehr.

Eine Baustelle an der Einmündung Kalkumer Straße/Am Eichförstchen war nach unserer Anfrage bei der Stadt, die wiederum die Telekom alarmierte, schnell geräumt worden: "Prima, es ist tatsächlich etwas passiert, und kurzfristig ist die Baustelle behoben. Alles ist wieder frei zugänglich. Danke", so RP-Leserin Barbar Kaiser. Sie hatte die Redaktion zuvor darauf aufmerksam: "Ich beobachte seit geraumer Zeit, dass eine Baustelle der Telekom an der Kalkumer Straße/Ecke Am Eichförstchen nicht bedient wird. Es wurde ein größerer Verteiler installiert. So weit so gut. Die Aktion ist nun seit Wochen beendet." Der Gehweg sei durch die Absperrung dort sehr eng, Fahrrad und Kinderwagen kämen schlecht über den Gehweg. Ihr Vorschlag: "Man müsste einfach mal neu asphaltieren und gut ist. Das kann doch nicht acht Wochen in Anspruch nehmen." Sie habe bereits eine E-Mail an die Telekom geschrieben: "Reaktion: null."

Unsere Redaktion fragte im Rahmen unseres Bürgermonitors bei der Stadt nach - auch wenn die Stadt mit den Bauarbeiten nichts zu tun hatte: Aber dort laufen alle Infos über Tiefbauarbeiten im Stadtgebiet zusammen. Tiefbauamt und Stadtwerke versuchen, ihre Arbeiten zu koordinieren, um nicht hintereinander dieselbe Straße aufzureißen. Antwort der Stadtverwaltung: "Wir müssen immer wieder feststellen, dass die Firmen, die für die Telekommunikationsanbieter - und das betrifft alle Anbieter - arbeiten, an einigen Stellen im Stadtgebiet begonnene Baustellen nicht zeitnah verschließen. Das Tiefbauamt hakt dort regelmäßig und massiv nach." Im konkreten Fall sei seitens der Firma zugesagt worden, dass die Bauarbeiten noch in dieser Woche abgeschlossen werden." Das war in der vergangenen Woche.

Und gestern war die Baustelle tatsächlich frisch geräumt, die Löcher vor dem grauen Verteilerkasten wurden asphaltiert.

Quelle: RP
 
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