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Kreis Mettmann
Immer mehr Rentner sind auf Geld vom Staat angewiesen

Kreis Mettmann. Immer mehr Rentner im Kreis Mettmann sind auf staatliche Unterstützung angewiesen: 5705 Menschen erhielten im vergangenen Jahr Grundsicherung ("Alters-Hartz-IV") im Alter oder bei Erwerbsminderung - 65 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Landesamtes (IT.NRW) hervor.

Beispiel Hilden: In der Itterstadt erhielten laut Statistik im vergangenen Jahr 451 Personen, die 65 und älter waren, diese Grundsicherung: 293 waren Deutsche, 156 Ausländer (Stand: 2014). Nur 2,2 Prozent aller deutschen Rentner in Hilden mussten diese Leistung in Anspruch nehmen, aber 18,1 Prozent der ausländischen Rentner, berichtet die Stadt. Ein Grund sind die niedrigen Renten.

Die NGG Düsseldorf-Wuppertal warnt vor einer weiteren Zunahme der Altersarmut und fordert eine Stärkung des gesetzlichen Rentenniveaus. "Innerhalb von zehn Jahren sind im Kreis Mettmann rund 2240 Menschen hinzugekommen, die ihre Rente beim Staat aufbessern müssen", sagt NGG-Geschäftsführer Torsten Gebehart. Ohne ein höheres Rentenniveau würden gerade die jungen Beschäftigten später in Altersarmut geschickt, warnt er.

Gleichzeitig müsse die betriebliche Vorsorge ausgebaut werden. "Aber das Ersparte landet nur dann im Portemonnaie der Menschen, wenn die Zusatzrente nicht länger auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wird", betont Gebehart. Bislang sei das anders.

Diesen Missstand müsse der Gesetzgeber unbedingt beheben, so die Forderung.

(pc)
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