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Heiligenhaus
In der Stadt wird der Rotstift spürbar

Heiligenhaus: In der Stadt wird der Rotstift spürbar
Die Fertigstellung des Campus-Geländes liegt in den letzten Zügen. Auch wenn die Baustelle wegen einer Zollrazzia im vergangenen Jahr negative Schlagzeilen machte, wird es eine Bereicherung für die Stadt sein. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Verwaltungschef Jan Heinisch verrät im RP-Gespräch, was 2016 für Gesprächsstoff sorgen wird. Es muss gespart werden. Von Wolfgang Schneider

Was das Jahr 2016 für die Stadt alles bringen wird? Da auch Bürgermeister Jan Heinisch keine hellseherischen Fähigkeiten hat, weiß er das auch nicht. Aber er kann zumindest darüber sprechen, was in der Stadt passieren wird - und was bei den Bürgern für jede Menge Diskussionsstoff, aber auch Freude sorgen wird.

Bürgermeister Jan Heinisch steht 2016 unter Sparzwang. FOTO: Blazy

Sparzwang "Der Großteil der im vergangenen Jahr beschlossenen Sparmaßnahmen zur Konsolidierung des städtischen Haushalts wird erst in diesem Jahr spürbar werden", gibt Jan Heinisch offen zu. Die Steuererhöhungen im vergangenen Jahr waren ein erster Vorgeschmack, was da kommen mag. Denn nun geht es ans Eingemachte: "Die Menschen werden leider den Sparzwang jetzt richtig bemerken", so das Stadtoberhaupt. Um 20 Prozent werden die städtischen Mittel zurückgeschraubt - betroffen sind alle Bereiche wie zum Beispiel die Kulturarbeit, die Musikschule, aber auch die Stadtbücherei, so Heinisch: "Hier erarbeiten wir gerade ein Konzept zur Verkleinerung der Räumlichkeiten, das auch 2016 noch umgesetzt wird." Umgesetzt wird auch ein weiterer Ratsbeschluss: Die Zahl der öffentlichen Spielplätze wird verringert.

Campus Auch wenn am Neubau des Fachhochschul-Campus die Ermittlungen des Zolls für Negativschlagzeilen sorgten, ist sich Jan Heinisch sicher, dass die Eröffnung des Komplexes in diesem Jahr ein herrausragendes Ereignis für die Stadt wird: "Die Strahlkraft ist sowohl für Heiligenhaus als auch für die gesamte Schlüsselregion enorm." Mehr als 100 Kooperationspartner habe der Campus bereits: "Diese Firmen schicken alle ihren Führungskräftenachwuchs zum Studium nach Heiligenhaus", freut sich der Bürgermeister. Außerdem wird dort demnächst auch kräftig geforscht: Im Multitechnikum ist genügend Platz, um sich zum Beispiel neuesten Entwicklungen in Sachen Elektrotechnik zu widmen.

Wirtschaftsförderung 2015 durfte sich Heinisch ein ums andere Mal böse Worte von der SPD zu dem Thema anhören - was er nicht nachvollziehen kann: "Man wirft mir vor, keine neuen Firmen angesiedelt zu haben. Aber wie soll das auch gehen, wenn wir einfach keine Flächen haben?" Doch das soll nun besser werden, wichtige Schritte sind getan. So viel verrät Heinisch schon, will aber noch nicht ins Detail gehen: "Da sind einige Knoten durchschlagen worden, die mich schon seit zehn Jahren beschäftigen. Mit diesen neuen Flächen haben wir ganz andere Möglichkeiten." Insgesamt gesehen sei Heiligenhaus diesbezüglich aber auf einem guten Weg: "Im vergangenen Jahr haben wir so viele neue Firmen und Geschäfte bekommen wie schon lange nicht mehr."

Hauptstraße In der zweiten Jahreshälfte wird der dritte Bauabschnitt in der Innenstadt starten. Bevor es los geht, verspricht der Verwaltungschef allerdings eine Bürgeranhörung: "Nach den Erfahrungen aus 2015 können wir dann allen Beteiligten noch einmal vorstellen, was in den Werkstattverfahren erarbeitet wurde." Die Fertigstellung ist für Heinisch von großer Bedeutung: "Für unsere Stadt ist das eine epochale Veränderung, die wir in den nächsten Monaten erleben werden. Die Hauptstraße wird durch diese Maßnahme zu einer wunderschönen verkehrsberuhigten Wohn- und Geschäftsstraße."

Quelle: RP
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