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Ratingen
Internationale Gäste gestalten Film-Projekt

Ratingen. Streng genommen ist es ein ultramoderner Beitrag zur funktionierenden Städtepartnerschaft: das internationale Filmcamp. Dazu haben die Organisatoren insgesamt 36 Jugendliche sowie ein Dutzend Betreuer aus Le Quesnoy und Maubeuge in Frankreich, dem finnischen Kokkola, Gagarin in Russland sowie Wuxi/Huishan in China eingeladen. Am Wochenende nahmen die Ratinger Teilnehmer ihre Gäste in Empfang. Nicht, um mit ihnen Löwenbrunnen, Minoritenkloster und das Bürgerhaus als Wahrzeichen der Dumeklemmerstadt abzuklappern. Sondern um gemeinsam das internationale Filmcamp zu starten. Von Valeska von Dolega

Filmfreaks sind sie alle. "Ich freue mich darauf, neue Leute kennenzu-lernen", sagt Caro (19). Seit 2009 ist sie bei der Ratinale dabei, könnte sich vorstellen, "beruflich in dieser Richtung weiterzumachen". Ebenso wie Paula (15), die bereits als kleines Mädchen bei einem der städtischen Filmprojekte einen Preis einheimste und seither das "ganze Drumherum um den Film liebt". "Die Ratinale war immer schon spitze", sagt Luca (16), Berufsziel Schauspiel und Musiker. "Aber jetzt kommt das noch so einen internationalen Aspekt." Zunächst besteht der darin, dass ab sofort Englisch Camp-Sprache ist. "Ich möchte später gerne mal in einem anderen Land arbeiten, deshalb bin ich an Sprachen interessiert", erklärt Julian (14) einen weiteren Mitmach-Grund. Und Judith (16) ergänzt: "Das ist eine Chance, Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen."

Am Wochenende ging es zunächst darum, "miteinander warm zu werden, die Nationalitäten zu mischen und ein bisschen locker zu werden", fasste Johannes Maas, Lux-Chef, zusammen. Erst am heutigen Montag soll mit der eigentlichen Filmarbeit begonnen werden. Bis Freitagabend zum großen "Meet-and-Greet"-Abschlussfest um 18 Uhr im Jugendzentrum Lux ist dafür Zeit.

"Wenn wir es schaffen, einen kompletten Film zu drehen, wäre das toll." Tatsächlich aber sollen Thema, Aufbau und künstlerische Umsetzung vollkommen in der Hand der Teilnehmer liegen. "Wir haben da so ein paar Ideen", ein Episodenfilm könnte entstehen. Nicht ausschließlich mit Szenen aus Ratingen, sondern im collagenartigen Verfahren mit Einspielungen aus den jeweiligen Partnerstädten. "Greifbare Ergebnisse" sollen durchaus entstehen, aber im "Entwicklungsprozess ohne starres Konzept", wie Johannes Maas sagt.

Als Nebeneffekt entsteht eine Dokumentation. Oskar (17) aus dem Doku-Team hat dafür von Anfang an akribisch Begrüßungsszenen am Flughafen, Einchecken in der Jugendherberge und erste Teambesprechungen aufgenommen. Ein Nachrichtenteam, auch das steht fest, wird per Blog auf der Kernseite www.ratinale.de regelmäßig darüber berichten, was gerade Stand der Dinge ist. In den sozialen Netzwerken soll außerdem mit anderen Interessierten kommuniziert werden.

Quelle: RP
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