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Heiligenhaus/Velbert
Investor holt Technik an den Turm

Heiligenhaus/Velbert. Das neue Technologie-Zentrum in Velbert ist ein Zukunfts-Baustein. Heiligenhauser sind dabei. Von Stefan Mülders

Fast 15 Jahre lang standen die Räumlichkeiten leer, jetzt konnte im Beisein von Bürgermeister Dirk Lukrafka und rund 100 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik das "TZV - Technologiezentrum Velbert" im ehemaligen Telekom-Gebäude an der Rheinlandstraße eröffnet werden. Ein Projekt, dessen Entwicklung auch Heiligenhauser Wirtschaftsförderer mit Interesse begleiten werden. Es geht immerhin um ein Stück interkommunale Zusammenarbeit. Das Zentrum wurde von der Heiligenhauser Firma Fechner beschriftet, beflaggt und beschildert worden. Auch die Lichtwerbung stammt aus Heiligenhaus.

Lukrafka lobte das Engagement der TZV-Geschäftsführer und das lange Werben um den Standort. "Das ist ein wichtiges Ereignis heute für unsere Stadt", sagte der Bürgermeister. "Für die Etablierung von Hochtechnologie konnte es keinen besseren Ort geben als so dicht an der wichtigsten Datenautobahn für Velbert. Hoffentlich tut dann bald die richtige Autobahn noch ihr Übriges zur Erreichbarkeit dazu." Mit dem TZV sei ein Anfang dafür gesetzt, verstärkt Hochtechnologie in die Stadt zu ziehen und mit dem Campus Velbert/Heiligenhaus der Hochschule Bochum ein weiterer wichtiger Baustein für die Erreichung des Ziels auch schon gegeben. Lukrafka dankte Francesco Calio und Franz-Josef Wieneke als Initiatoren, Investoren und Geschäftsführer für den langen Atem, den sie während der Verhandlungen bewiesen hatten.

Calio gab anschließend einen kleinen Überblick über die Ursachen für den langen Atem, der bewiesen werden musste. "Es ist gar nicht so einfach, als Unternehmer alle an so einem Prozess beteiligten Firmen und Personen an einen Tisch zu bekommen. Da wären wir ohne die Wirtschaftsförderung kaum weiter gekommen." Aufgeben sei aber nie eine Alternative gewesen, auch wenn man immer wieder auf politisch und später bauliche Hürden gestoßen sei, die man so nie hätte erwarten können. "Als freier Unternehmer führt man Besprechungen und unterschreibt hinterher eine Vereinbarung. Ganz so einfach war das in diesem Falle nicht." Umso mehr freue er sich, dass nun der Tag gekommen sei, an dem die Vision endlich Wirklichkeit wird.

Investor TZV, Deutsche Telekom und die Stadt Velbert hatten lange Zeit nach der idealen Neunutzung des ehemaligen Knotenverteilpunktes an der Rheinlandstraße 24 gesucht. Mit einem Bürokomplex für technologieaffine Unternehmen ist eine hervorragende Lösung für den rund 1400 Quadratmeter großen Komplex gefunden.

Der jetzigen Eröffnung waren drei Jahre Planungs- und Sanierungsphase vorausgegangen, in der für die Mieter individuell optimale technische und raumgestalterische Bedingungen in den Büros geschaffen werden konnten.

Die gesamte Renovierung des Gebäudes wurde in Eigenregie durch die TZV Technologiezentrum Velbert GmbH durchgeführt. "Wir wollten den Einzug der Mieter nach der langen Planungsphase beschleunigen und haben uns deshalb dafür entschieden, die Geschicke und das Vorhaben komplett selbst in die Hand zu nehmen", sagt TZV-Geschäftsführer Francesco Calio.

Auch Mit-Geschäftsführer Franz-Josef Wieneke war monatelang täglich auf der Baustelle zugegen, um alle Arbeiten zu überwachen und in die Terminplanung selbst eingreifen zu können. Bei der Realisierung wurden vorzugsweise Firmen aus Velbert und der näheren Umgebung berücksichtigt. Im renovierten Gebäude ist kein Raum mehr frei, aber nebenan "strahlt" in orange-gelben Tönen das weitere Zukunftspotenzial für den Standort. "Wir sind gespannt, was sich dort noch realisieren lässt", sagt Calio. Er ist sich sicher, dass schon bald Technologieunternehmen und ortsansässige Dienstleister an die Tür klopfen werden.

Quelle: RP
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