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Ratingen
InWest mit Masterplan für West und Tiefenbroich

Ratingen. Knapp 50 Seiten umfasst der dreigliedrige Masterplan, der den griffigen Titel "Agenda 2015" trägt. Entwickelt hat ihn die Standortinitiative InWest, ein Verein, der bekanntermaßen als rein ehrenamtliches Engagement fürs Quartier West und Tiefenbroich begann und inzwischen seit 2012 ein eingetragener Verein ist, Standortmanager Martin Stolz inklusive. In Kooperation mit der städtischen Verwaltung hat sich InWest vorgenommen, das Gewerbegebiet West und Tiefenbroich zu alter Blüte zu führen und fit für die Zukunft zu machen.

Da aber "die besten Ideen nichts nutzen, wenn man sein Ziel nicht definiert hat", wie InWest-Mitstreiter Jürgen Erbach, im wahren Leben Professor für Stadtentwicklung, sagt, wurde jetzt das umfassende Strategiepapier entwickelt. Eine "Leitlinie und Ur-Programmatik, aus der sich alle Handlungskonzepte speisen werden", wie sich Baudezernent Jochen Kral sicher ist.

Denn ehe Ziele formuliert wurden, ist akribisch besagter Mikrostandort analysiert worden. Der Gemischtwarenladen als Nebeneinander verschiedener Nutzer wurde dabei ebenso berücksichtigt wie die Parameter Wohnen, Arbeiten, Lernen, Erholen, Hotels, Finanzen aber auch die Flughafennähe. Dickster Makel, das hat eine vom Standortmanager initiierte Befragung ergeben, ist offensichtlich das "ausbaufähige Image". Dass momentan viel Leerstand herrscht und an verschiedenen Grundstücken die Tafeln diverser Makler pappen, schaut nicht gut aus. Eine der ersten Maßnahmen ist deshalb die Erstellung eines Bestands- und Leerstandskatasters, wie Mitstreiter Jörg Wieck sagt. "Welche Flächen gibt es, welche sind frei, wie können Interessenten mit Grundstückseigentümern verbunden werden?", diese Fragen sollen gebündelt und beantwortet werden. Denn die Betreuung der Unternehmer vor Ort ist das A und O.

Ein Kernthema des Papiers steht unter der Überschrift "Ohne Westbahn ist alles nichts". "Wir sehen uns in der Pflicht, das Thema weiter zu positionieren", sagt Thomas Frühboss stellvertretend für alle. Am Gewerbegebiet Ost sähe man, wie wichtig die S-Bahn-Anbindung sei, ergänzte Professor Erbach zu dem "Leuchtturmprojekt".

Aber auch sogenannte weiche Faktoren wie die zukünftig noch bessere Versorgung durch Lebensmittelgeschäfte und ansprechende Gastronomie oder Kinderbetreuung finden sich in der Agenda wieder. Dass in Tiefenbroich jetzt die Genehmigung für den Bau eines weiteren Kindergartens gegeben ist, bringt die InWestler auf die Idee, den Bedarf nach Betriebskindergartenplätzen abzufragen. Langfristig sei die Planung, "um nichts übers Knie zu brechen", wie Thomas Frühboss sagte.

Nächster Termin für den Verein und alle Interessierten ist die Standortkonferenz. Sie wird am 2. Dezember stattfinden.

www.inwest.org

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