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Ratingen
Jonges auf Tour nach Kaiserswerth

Ratingen. Hans Müskens erläutert historische Details von Kaiserpfalz und St. Suitbertus-Basilika.

Selbst der Baas der Ratinger Jonges, Georg Hoberg, gleichzeitig erster Hüter aller historischen Vorgänge bei den Jonges, war erstaunt, woher Hans Müskens die Kenntnisse über den Stadtteil Düsseldorf-Kaiserswerth hat. Eigentlich kein Wunder, die Erklärung liegt auf der Hand: Müskens, pensionierter Gymnasiallehrer, Historiker und Theologe, ist der 1. Vorsitzende der Friedrich Spee Gesellschaft e.V. Düsseldorf, mit Sitz in Kaiserswerth und damit gleichzeitig ein ausgewiesener Kaiserswerth-Experte. Mit ihm also den nördlichsten Stadtteil Düsseldorfs zu durchstreifen, ist schon etwas ganz Besonderes.

1926 nach Düsseldorf eingemeindet, hatte Kaiserswerth über Jahrhunderte ein Eigenleben, das schon um 700 begann. Die imposante, berühmte und sagenumwobene Bauruine der Kaiserpfalz aus dem 12. Jahrhundert, die St. Suitbertus Basilika und viele historische Barockhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert machen Kaiserswerth zu einem sehenswerten Kleinod. Den Schwerpunkt legte Müskens auf die hier einst lebenden, arbeitenden und berühmten Bürger. Dazu gehörte nicht nur Friedrich Spee, der hier 1591 geboren wurde, sondern Caspar Ulenberg, Verfasser vieler Kirchenlieder, Theodor Fliedner, Gründer der Diakonissenanstalt, Florence Nightingale, Pionierin der Krankenpflege und natürlich Suitbertus, ein angelsächsischer Mönch. Seine Reliquien werden in der Basilika St. Suitbertus aufbewahrt.

Der Abschluss der Exkursion durch Kaiserswerth endete mit dem traditionellen Spargelessen der Jonges. Hierbei pflegen sie ihre Gemeinschaft, sehen sich wieder, lernen sich näher kennen, und es wird über die neuesten Jonges-Events diskutiert.

Quelle: RP
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