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Ratingen
Junge Sinfoniker spielen

Ratingen: Junge Sinfoniker spielen
Das Jugendsinfonieorchester ist ein rund 60-köpfiges Ensemble der Städtischen Musikschule auf der Poststraße und probt dort jeden Freitag. FOTO: a. blazy
Ratingen. Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule lädt für Samstag, 7. November, 18 Uhr, zum traditionellen Herbstkonzert ein. Der Eintritt ist frei.

Hauptwerk des Abends im Stadttheater am Europaring ist "Die große Sinfonie in C-Dur" von Franz Schubert. Außerdem erklingt Musik von Edward Elgar und Orchesterleiter Edwin Pröm. Mit einer Probenfreizeit in Dortmund ging das JSO mit seinen Dozenten Sabine Könner und Edwin Pröm in den Herbstferien in die Endphase der Vorbereitungen.

In der ersten Konzerthälfte spielt das JSO die Sinfonie C-Dur (D 944) von Franz Schubert (1797-1828), die auch bekannt ist unter dem Namen "Die große C-Dur Sinfonie". Schubert ist vor allem als Meister der kleinen Formen bekannt. Sein Beitrag zur Gattung Kunstlied ist kaum wegzudenken. Bekannt sind etwa seine Liederzyklen "Die schöne Müllerin" oder die "Winterreise", die er selbst am Klavier oder auf der Gitarre in damals üblichen Hauskonzerten begleitete. Sein virtuoses Klavierspiel ist in seinen Klavierwerken dokumentiert, und sein enormes Arbeitspensum zeigt sich darin, dass der mit 31 Jahren viel zu früh verstorbene Schubert bereits acht Sinfonien komponiert hatte.

Die "Große C-Dur" wurde erst 1839 im Gewandhaus Leipzig unter Felix Mendelssohn Bartholdy elf Jahre nach Schuberts Tod uraufgeführt. Mit der "Großen" hätte Schubert gerne einen Gegenpol zur Uraufführung von Beethovens 9. Sinfonie 1824 in Wien veranstaltet. Daraus wurde aber nichts, weil die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien das Werk für sich als ungeeignet einstufte. So blieb die Partitur lange Zeit ungespielt. Heute gehört die Sinfonie zum sinfonischen Standardrepertoire. Die zweite Konzerthälfte wird eröffnet mit der "Harmony Music No. 2" von Edward Elgar (1857-1934), die die Bläser des JSO unter der Leitung von Ralf Meiers "very british" intonieren. Der englische Komponist des "Pomp & Circumstance March" hatte schon früh eine hohe Affinität zur Bläsermusik. Mit 16 komponierte er während der halbstündigen Sonntagspredigten Musik für sein Bläserensemble "The Brothers Wind", um sie am Nachmittag zur Tea Time aufzuführen.

Das Konzert endet mit den "Stilvariationen über das Dumeklemmer-Lied" aus der Feder des Dirigenten Edwin Pröm. Grundlage ist das "Dumeklemmer-Lied" des Ratingers Paul Warwas.

Quelle: RP
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