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Lintorf
Kampf gegen chronischen Schmerz

Lintorf. Pflegefachtag im Ratinger Fliedner-Krankenhaus bringt Experten zusammen.

Wenn aus Schmerzen ein chronischer Alptraum wird, sind Experten gefordert. In Deutschland leiden Millionen Menschen an permanenten Schmerzen. Das Gute: Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig. Im Fliedner Krankenhaus Ratingen bildeten sich 100 Teilnehmer am 7. Pflegefachtag zum Thema "Schmerz" fort.

"Chronische Schmerzen sind heimtückisch, oft entwickeln sie sich aus akuten Krankheitsbildern heraus, doch man muss sie als eigenständiges Krankheitsbild ansehen", so Frank Görgen, Fortbildungsbeauftragter im Fliedner Krankenhaus. Von chronischen Schmerzen spricht die Medizin, wenn der Schmerz länger als sechs Monate andauert, auch wenn die eigentliche Ursache bereits behoben ist. "Der Schmerz hat dann seine Schutzfunktion verloren", so Frank Görgen. Die Folgen für Patienten sind dann nicht nur körperlicher Art, sondern auch psychisch und sozial. "Patienten kapseln sich ab, unternehmen aufgrund der Schmerzen nichts mehr und schränken sich immer weiter ein." Die Beschäftigten des Fliedner Krankenhauses gaben am Mittwoch ihre Erfahrungen in der Behandlung von Chronischen Schmerzen weiter. So stellte die Chefärztin der Abteilung Psychosomatik, Dr. Nina Becher-Dortschy, einen Teil der Therapieformen der Einrichtung vor. Weitere Vorträge der Fachkrankenschwestern Nadine Kronenberg und Anke Draszba handelten von Naturheilkundlichen Verfahren, die im Fliedner Krankenhaus angewendet werden sowie Bewertungsinstrumenten im Umgang mit Schmerzpatienten. Klaus Seltmann, Inhaber eines Anbieters für Häusliche Krankenpflege, sprach über die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung.

(köh)
 
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