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Ratingen
Kampf gegen neue Deponie geht weiter

Ratingen. Jetzt geht es gemeinsam gegen den Deponiestandort Breitscheid - so lautet das verkürzte Fazit einer Informationsveranstaltung, die am vergangenen Donnerstag in Breitscheid stattgefunden hat (die RP berichtete bereits).

Hintergrund: Mit einem "Planzeichen Deponie" im Regionalplan Düsseldorf dokumentiert die Bezirksregierung Düsseldorf ihre Absicht, die Tongrube Nelskamp in Breitscheid als weiteren Deponiestandort auszuweisen.

Die Gegner hingegen argumentieren, dass der Standort Breitscheid durch die dort bestehenden Sondermülldeponien bereits hoch belastet sei. Daher haben sich die Stadt Ratingen und der Kreis Mettmann in ihren Stellungnahmen auch gegen die Ausweisung eines Deponiestandortes ausgesprochen. Zudem sollen jetzt die Bürgerinnen und Bürger mobilisiert werden.

Im Rahmen der Bürgerversammlung haben Vertreter von Politik, Stadt- und Kreisverwaltung mit den zahlreich Anwesenden die Argumente gegen das Planzeichen gemeinsam ausgetauscht.

Alle Bürgerinnen und Bürger - und zwar auch diejenigen, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten - haben nun bis spätestens Freitag, 7. Oktober, (Posteingang bei der Bezirksregierung), die Gelegenheit, Stellungnahmen einzureichen und/oder Einwendungen gegen einen weiteren Deponiestandort in Breitscheid zu erheben.

Um allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich über die Argumente gegen die Deponieplanung für Breitscheid zu informieren und eine individuelle Position im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung abzugeben, stellt die Stadtverwaltung auf ihrer Homepage "http://www.ratingen.de" unter dem Stichwort "Deponie Breitscheid im Regionalplan" die Informationen in Form der Stellungnahmen und des Vortrags vom 8. September allen Interessierten zur Verfügung.

Für die Bürgerinnen und Bürger, die nicht auf die Informationen im Internet zugreifen können, bietet die Verwaltung entsprechende Informationen auf Wunsch auch in gedruckter Form an. Anfragen hierzu können gerne an Manfred Kessel vom Amt Kommunale Dienste, Telefon 02102 550- 6730, gerichtet werden.

Bei einer Ortsbesichtigung haben sich zudem der Ratinger Umweltdezernent Martin Gentzsch, Amtsleiter Manfred Fiene und Abteilungsleiter Manfred Kessel einen Eindruck von dem hohen Wert des Biotops in der Tongrube Nelskamp verschafft.

Südlich angrenzend befinden sich die Naturschutzgebiete entlang dem Hummelsbach und dem Lintorfer Waldsee. Direkt westlich angrenzend an die Tongrube befindet sich die Waldseesiedlung, auch östlich gibt es Wohnbebauung.

Die Errichtung einer Abfalldeponie in der Tongrube erscheint bei diesen Rahmenbedingungen ausgeschlossen.

Quelle: RP
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