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Ratingen
Kegeln und kochen fördern die Inklusion

Ratingen. Wenn Gisela Beck das Jugendzentrum LUX in der Turmstraße in Ratingen betritt, wissen alle: Gleich werden die Kochlöffel geschwungen und die "Jagd auf Alle Neune" beginnt. Seit sechs Jahren engagiert die Ratingerin sich ehrenamtlich für Menschen mit Behinderung und begleitet regelmäßig das Koch- und Kegelangebot im Jugendzentrum.

Das inklusive Angebot wurde in Kooperation mit der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung (KoKoBe) initiiert. Ziel ist es, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern. "Gemeinsames Kochen ist mehr als nur schälen und schneiden. Jeder trägt nach seinen Fähigkeiten zum Gelingen bei. Und es ist für alle auch ein schönes Ritual, an einem nett eingedeckten Tisch gemeinsam zu essen", erzählt Beck. "Hier entstehen Freundschaften, hier tauschen sich alle aus."

Die Küche im Keller neben der Kegelbahn platzt mal wieder aus allen Nähten, denn es gibt ein Eisbuffet mit unterschiedlichen Sorten Eiscreme und frischen Früchten. Das passt zu den sommerlichen Temperaturen.

"Bei uns ist jeder willkommen", erklärt Steffy Böschenbröker, stellvertretende Leiterin des LUX. "Für uns ist das kein inklusives Angebot, sondern ganz normal. Die jungen Leute kommen einfach vorbei und nehmen beispielsweise am Zumba-Kurs teil. Bei uns können sie Kontakte knüpfen und ihre Freizeit gestalten."

Während die Einen gemeinsam die unterschiedlichen Obstsorten in mundgerechte Stücke schneiden und das leckere Eisbuffet vorbereiten, hört man von der Kegelbahn bereits den lauten Schlachtruf, der das Fallen aller neun Kegel begleitet. "Wann gibt es einen neuen Tanzkurs?", möchte Jasmin wissen. Sie ist genau wie Vivien und Mike Stammgast im LUX. "Hier können wir tanzen, Tischtennis spielen oder einfach mal chillen und Freunde treffen. Und immer läuft hier tolle Musik."

(jün)
 
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