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Heiligenhaus
Kiekert-Areal wächst im grünen Bereich

Heiligenhaus: Kiekert-Areal wächst im grünen Bereich
Sie machen den Weg frei: Experten einer Abbruchfirma kümmern sich an der Kettwiger Straße 23 um insgesamt 3500 Kubikmeter Schutt. FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. An der Kettwiger Straße entstehen etwa 30 neue Wohnungen - und der Hochschul-Campus hat seinen Lindenbaum. Von Paul Köhnes

Planungsamtschef Siegfried Peterburs braucht nur zwei Luftbilder, um Gäste zum Staunen zu bringen. Eins zeigt die Kettwiger Straße 2007, eins den gleichen Blick neun Jahre später. Nichts ist mehr, wie es war. Die Kiekert-Produktionshallen sind verschwunden, der riesige Mitarbeiter-Parkplatz der Weltfirma auch. Stattdessen steht jetzt der Hochschul-Neubau im Grünen neben dem Hefelmann-Park. Jetzt nimmt man die letzten Flächen der Ex-Industriefläche ins Planervisier

Gestern war gleich zweifach Gelegenheit, die "Hauptachse der Stadt-Veränderung" aus unterschiedlichen Blickwinkeln neu zu betrachten. Generalthema bleibt die Entwicklung des "Kiekert-Areals". "Hautachse der Stadt-Veränderung" nennt Bürgermeister Heinisch die Kettwiger Straße inzwischen. Sichtbar sind derzeit Abbrucharbeiten am letzten Haus, das westlich der Kettwiger Straße liegt. Am Giebel ist noch die uralte Firmenwerbung zu lesen: "Wilhelm Korth Bau- und Möbelschreinerei Möbelhandlung". Man spreche über einen "ergiebigen Standort für Neubauwohnungen". An zwei Standorten hat die Firma Walden mit dem Bau von fünf Wohngebäuden mit insgesamt 35 Wohnungen begonnen. Als weiterer Schritt wird das Haus Kettwiger Straße 23 nun abgerissen, weil es in seiner Bauflucht tief in die Kettwiger Straße hineinragt. Und das ist nicht die einzige Besonderheit der Parzelle. Die Stadtplaner haben gemeinsam mit dem weiteren Grundstückseigner NRW.Urban (Treuhänder des Landes) eine Fläche von knapp 2000 Quadratmetern zu einer Liegenschaft zusammengefügt, auf der "nach überschlägigen Berechnungen" 25 bis 30 Wohnungen entstehen können. Gedacht ist an öffentlich geförderten Wohnraum, beschlossen ist das noch nicht. Im "Planungsbrief" der Stadtentwickler heißt es dazu: "Insbesondere die optimale Lage zur Innenstadt mit ihren Versorgungsbereichen lässt nach Erfahrungen aus Nachbarprojekten eine schnelle Vermarktung erwarten." Ende dieser Woche wird die abrissbedingte Engstelle an der Kettwiger Straße beseitigt sein. Immerhin müssen für den Preis von rund 75.000 Euro 3500 Kubikmeter Schutt weggeschafft werden. Nicht nur entfernt zu tun mit der Entwicklung des Alt-Standortes der Firma Kiekert hatte gestern der zweite Termin auf dem innerstädtischen Areal.

Die Campus-Linde - Symbol für ein Gemeinschaftswerk: Vertreter der Städte Heiligenhaus und Velbert, der Schlüsselregion, der IHK und der Hochschule begießen sie gern. FOTO: Blazy Achim

Ein Treffen mit stark symbolischen Einschlag: Zum Start des Campus Velbert/Heiligenhaus im Jahr 2009 bekam die Hochschule Bochum vom regionalen Industrienetzwerk Schlüsselregion dem Wirtschaftsnetzwerk der Region Velbert/Heiligenhaus, eine Linde überreicht.

Sechs Jahre später, hat der Baum seinen endgültigen Platz bekommen: Er steht auf dem nord-westlichen Gelände des neuen Campus, zwischen Hochschulgebäude, Panorama Radweg und Hefelmann-Park.

Quelle: RP
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