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SERIE Spielplätze (1)
Kinder wollen schöner toben

SERIE Spielplätze (1): Kinder wollen schöner toben
Klarer Fall: Die Kinder haben Spaß auf diesem Spielplatz an der Straßburger Straße in Ratingen Süd. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. 123 städtische Spielplätze gibt es derzeit in Ratingen, dazu unzählige, die zum Beispiel in Wohnanlagen liegen und unter der Aufsicht des jeweiligen Eigentümers stehen. Zumindest die Plätze unter Regie der Stadtverwaltung kennt ein Mann ganz genau. Von Wolfgang Schneider

Das ist Michael Hansmeier vom Jugendamt: "Gemeinsam mit den Kollegen vom Grünflächenamt bin ich sowohl für die Planung neuer Spielplatz, die Umgestaltung von Spielplätzen sowie für alle Probleme, die im Zusammenhang mit den Spielplätzen auftauchen, zuständig", erklärt der Sozialpädagoge: "Ein ganz wichtiger Punkt ist aber auch die Beteiligung der Bürgerschaft. Bei allen Neuanlagen holen wir Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene ins Boot. Es bringt ja nichts, etwas am Reißbrett zu entwerfen, was hinterher überhaupt nicht die Zustimmung von denjenigen trifft, die es nutzen."

Oft gibt es Lob, doch gerade über das Internet bekommen die Verantwortlichen im Rathaus auch viel Kritik zu hören: "Die Stadt investiert überhaupt nicht in Spielplätze", ist da zum Beispiel zu lesen. Da kann Hansmeier nur den Kopf schütteln: "In jedem Stadtteil sind im Laufe der vergangenen Jahre viele attraktive und moderne Spielanlagen wieder hergerichtet worden. Rund 550.000 Euro stehen jedes Jahr für neue Spielgeräte und Plätze im Haushaltsplan. Das Ausbauprogramm wird in den kommenden Jahren fortgesetzt."

Stadt und Politik seien sich außerdem einig, dass keine Spielflächen aufgegeben werden sollen. "In Wohngegenden, in denen überwiegend ältere Menschen wohnen, werden Spielgeräte, die marode sind, nicht ersetzt - sogenannter Rückbau. Die Erfahrung zeigt, dass irgendwann ein Generationenwechsel vonstatten geht. Dann rufen junge Eltern an und fragen im Jugendamt nach der Erneuerung der vorhandenen Spielfläche wie zum Beispiel beim Kinderspielplatz Everskamp in Breitscheid", sagt der Fachmann aus dem Rathaus.

Viel Kritik gibt es auch an der Säuberung der Spielplätze, doch auch hier hält der Mitarbeiter des Jugendamtes dagegen: "Alle Örtlichkeiten werden wöchentlich oder falls sehr viel bespielt sogar zweimal wöchentlich gereinigt. Falls eine besondere Vermüllung durch zum Beispiel Scherben passiert, reinigt die Abteilung Stadtgrün noch am gleichen oder spätestens am darauffolgenden Tag. Dafür müssen wir aber informiert werden." Davon abgesehen werde jedes Jahr im Frühjahr der Sand in den Sandkästen gereinigt oder ausgetauscht. Bei einem Problem muss man aber im Rathaus passen: Katzenkot im Sand. Das lasse sich von der Stadt nicht lösen, so Hansmeier: Eine Abdeckung oder Plane sei zu unfallträchtig, Chemiesand gefährlich, weil er für Ausschlag sorgen kann. "Außerdem würde die Chemie durch Regen sehr schnell rausgewaschen." In den kommenden Wochen wird die RP die Spielplätze in den Stadtteilen und besondere Anlagen vorstellen.

Quelle: RP
 
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