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Heiligenhaus
Kinderarzt bleibt vorerst im Rathauscenter

Heiligenhaus: Kinderarzt bleibt vorerst im Rathauscenter
FOTO: Blazy Achim
Heiligenhaus. Am 1. Oktober wird zunächst eine Vertretung die Arbeit in der Praxis aufnehmen. Von Marita Jüngst

Die gute Nachricht für Heiligenhauser Eltern: Die Kinderarztpraxis im Rathauscenter bleibt erst einmal erhalten. Ab dem 1. Oktober wird die Praxis zunächst vertretungsweise weitergeführt. Dies teilte Angelika Binkowski-Nimmert mit.

Die Vorsitzende der Heiligenhauser der Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine hat sich für den Erhalt der zweiten Kinderarztpraxis in der Stadt bei der Kassenärztlichen Vereinigung stark gemacht. Bis Mai dieses Jahres gab es zwei Kinderarztpraxen in der Stadt. Dann hatte sich, wie berichtet, Heidemarie Pankow-Culot krankheitsbedingt freistellen lassen. Im September sollte sie in die Praxis zurückkehren. Doch dann stand fest: Die Ärztin kommt erst mal nicht wieder.

Die Kinderarztpraxis im Rathauscenter bleibt erst einmal erhalten. Ab dem 1. Oktober wird die Praxis zunächst vertretungsweise weitergeführt. FOTO: A. Blazy

Das Kinderarztproblem hatte im Juli sogar den Rat der Stadt beschäftigt. CDU-Fraktionschef Ralf Herre bezeichnete die Situation als untragbar. Die Eltern fühlten sich von der Kassenärztlichen Vereinigung im Stich gelassen. Denn die hatte im Sommer erklärt: Die Situation ist nicht einfach. Auf der anderen Seite liegt Heiligenhaus aber in einer Region, die sehr gut mit Kinderärzten versorgt ist. In solchen Ausnahmesituationen müssen Eltern dann leider in umliegende Städte ausweichen".

Mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung hat Angelika Binkowski-Nimmert bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein nachgehakt. "Wir kämpfen dafür, dass die Zulassung in Heiligenhaus bleibt", sagt Binkowski-Nimmert. Während die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine davon ausgeht, dass die Vertretungs-Ärztin die Praxis ab Januar 2017 komplett übernehmen wird, hieße es gestern bei der Kassenärztlichen Vereinigung: "Noch ist nichts entschieden".

"Im Moment deutet sich ab dem 1. Oktober eine Weiterführung der Praxis in Form einer Vertretung an", formulierte Sprecher Christopher Schneider vorsichtig. Derzeit können die Praxisinhaberin die Vertretung noch selbst regeln. Erst ab einer Vakanz von mehr als drei Monaten müsse die KV die Vertretung genehmigen. Ob die Zulassung für die zweite Kinderarztpraxis in Heiligenhaus auch nach dem Ausscheiden der bisherigen Inhaberin besteht bleibt, entscheidet sich voraussichtlich im Oktober. "Das ist ein Entscheidungsverfahren in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen", sagte Schneider.

Für eine Übergangsregelung jedenfalls ist nun erst einmal gesorgt. Angelika Binkowski-Nimmert übrigens hat schon einschlägige Erfahrung mit der ärztlichen Versorgung in Heiligenhaus gesammelt. Vor zwei Jahren hatte es Gerangel um eine neue Augenarztpraxis gegeben. Auch damals hatte sich Binkowski-Nimmert für die Ärztin stark gemacht.

Quelle: RP
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