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Ratingen.
Kinderbücherei und Café bald wieder offen

Ratingen.. "Wir hoffen, dass die Kinderbücherei und das Lesecafé zu Beginn der Sommerferien wieder geöffnet werden können." Büchereileiterin Erika Münster-Schröer ist zuversichtlich, dass in zwei Monaten wieder Normalität im Medienzentrum am Peter-Brüning-Platz einkehrt. Diese Hoffnung teilt auch Kulturdezernent Frank Mendack, der jetzt im Kulturausschuss einen Sachstandsbericht zum Wasserschaden im Medienzentrum gegeben hat.

Nachdem am 14. März ein defekter Boiler in der Theke des Lesecafés erhebliche Schäden angerichtet hat, wird unter Hochdruck repariert, saniert und Ersatz beschafft. Nicht nur das Lesecafé war damals komplett überschwemmt worden, das Wasser regnete auch förmlich von der Decke in die darunterliegende Kinderbibliothek, wo es zentimeterhoch auf dem Boden stand. Obwohl die sofort alarmierte Feuerwehr das Wasser abpumpte, waren das Parkett im Lesecafé und ein Drittel der Bücher und Medien in der Kinderbücherei verloren. Ein Drittel blieb verschont, das letzte Drittel war ausgeliehen. Der wertvolle Steinway-Flügel auf der Bühne blieb zum Glück verschont und wurde umgehend Sicherheit gebracht.

Das aufgequollene Parkett, die Bühne und sämtliches Mobiliar wurden inzwischen aus dem Lesecafé entfernt. Eine Spezialfirma sorgte mit Trocknungsgeräten und Lüftern dafür, die Feuchtigkeit aus dem Estrich zu holen. Erst wenn alles völlig durchgetrocknet ist, kann ein neues Parkett verlegt werden. Auch der überschwemmte Teil der Kinderbibliothek musste komplett ausgeräumt und getrocknet werden. Die nicht beschädigten Medien, Spiele, Möbel und Regale werden zur Zeit im hinteren Teil der Kinderbücherei gelagert, die - ebenso wie das Bürgerbüro darüber - nicht von dem austretenden Wasser betroffen war. Münster-Schröer: "Da hatten wir noch Glück im Unglück."

Ein Drittel des Bestands der Kinderbücherei (Bücher, Hörbücher und CDs) wurde bei dem Wasserschaden vernichtet. Inzwischen sind die aufgeweichten Bücher und beschädigten CDs entsorgt worden. Eine besondere Herausforderung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Medienzentrums ist es, jetzt Ersatz zu beschaffen: Etliche Kinderbücher, die oft nur in kleinen Auflagen erscheinen, sind nicht mehr erhältlich. "Wir werden dafür ähnliche Bücher einkaufen", sagte Münster-Schröer. In Übereinkunft mit dem Versicherer wurde der Durchschnittspreis aller Medien in der Kinderbücherei ermittelt und gedrittelt. Die Stadt bekommt von der Versicherung gut 30 000 Euro erstattet. Dazu kommen noch Bearbeitungskosten fürs Signieren, Einschlagen Katalogisieren und Ausstatten mit dem elektronischen Verbuchungssender. Die Versicherung übernimmt auch die Kosten für die Schäden an den Regalen. Die Bretter sind Spezialanfertigungen.

Um wenigstens einen Minimalbetrieb der Kinderbücherei anbieten zu können, wurde im zweiten Obergeschoss eine kleine Ecke mit Kindermedien eingerichtet. Die Vorlesestunden wurden für die Samstage in den Konferenzraum verlegt. Keinen Ersatz gibt es derzeit für das gemeinsam Lesen und Spielen. Für alle im Lesecafé geplanten Veranstaltungen konnten Ersatzräumlichkeiten gefunden werden, etwa im Jugendzentrum "Lux" oder im Stadtmuseum.

Quelle: RP
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