| 00.00 Uhr

Heiligenhaus
Kindercamps setzen 200 Projekte um

Heiligenhaus: Kindercamps setzen 200 Projekte um
Die Buchhändlerinnen Nina Beer und Edelgard Kotthaus (hinten, v. l.) brachten die Kinder im Entdeckercamp (und Förster Hannes Johannsen) auf viele neue Ideen. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Einen ziemlich seltenen Neuzugang für die naturkundliche Sammlung bekam Förster Johannsen diese Woche geschenkt. Einen "Solarspecht". Der von Sonnenenergie betriebene Pappvogel in gemalter Waldkulisse war natürlich nur ein Gag für den Förster und seine kleinen Gäste im Entdeckercamp. Von Paul Köhnes

Aber der Rest der Hilfe, die die im Umweltbildungszentrum ankam, war durchaus ernst gemeint. Und wurde mindestens ebenso gern angenommen. Da wäre zum einen Bargeld. "Ein Jahr haben wir das Geld gesammelt, das wir in der Buchhandlung für Plastiktüten einnahmen - hier ist es sicher gut aufgehoben", sagte Nina Beer. Da aber im Entdeckercamp schlecht Geldausgeben ist, kam sie mit Edelgard Kotthaus auf eine weitere Idee: "Wir wollten etwas mitbringen, womit die Kinder sofort etwas anfangen können." Dafür sind jetzt vier Metallboxen gut. Sie enthalten je 50 Karten - wetterfest laminiert - mit je einer guten Idee für ein Projekt, das draußen in der Natur umgesetzt werden kann. Förster Johannsen brauchte nur eine Tüte Blumensamen zu spendieren - und erklären, wie man fachgerecht eine Blumenwiese anlegt. Das zugehörige Beet am Umweltbildungszentrum ist fertig. "In dem Sinn werden wir weitermachen", verspricht der Förster. Gestern ging das Entdeckercamp für die Grundschulkinder zu Ende, weitere werden im Jahreslauf folgen wie gewohnt. Abseits aller waldpädagogischen Arbeit hat Hannes Johannsen Bürokratisches auf dem Schreibtisch liegen. In der kommenden Woche wird er im Fachausschuss des Rates den Forstwirtschaftsplan vorlegen. In der Summe geht es nicht um viel Geld: Der Forstwirtschaftsplan 2017 sieht Ausgaben in Höhe von 4710 Euro vor. Demgegenüber stehen zu erwartende Einnahmen in Höhe von 4949,60 Euro. Aber es geht um viel Arbeit für die Forstwirte: "Wir werden uns um die Durchforstung kleiner Waldflächen kümmern, wie rund um den Stadtteil Heide", sagt Johannsen. Hier geht es um ein Stück "Lärm- und Emissionsschutzwald. "Der muss besonders dicht sein und ganz anders behandelt werden als Wald an anderen Stellen."

Ein weiteres Thema: Maßnahmen zur Wiederherstellung oder der Erhaltung der Verkehrssicherheit. Hiervon sind vor allem Waldbestände mit Eschen betroffen, die im Verlauf des Befalles mit der neuen Krankheit absterben. "Einerseits müssen unkalkulierbare akute Maßnahmen umgesetzt werden, zum anderen soll durch eine Durchforstung in sensiblen Bereichen eine Gefährdung im Voraus vermieden werden", heißt es im Bericht.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Heiligenhaus: Kindercamps setzen 200 Projekte um


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.