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Ratingen
Kirche bittet zum Reformationsmahl

Ratingen: Kirche bittet zum Reformationsmahl
Noch sitzen sie auf Kirchenbänken, doch zum Reformationstag werden Tische aufgestellt. Auf das Luthermahl freuen sich (v.l.): Dirk Oberbanscheidt, Christa Brockelmanns, Dagmar Argow und Gert Ulrich Brinkmann. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Am Dienstag verwandelt sich die Stadtkirche an der Lintorfer Straße in einen großen Speisesaal. Von Marita Jüngst

Auf das Reformationsjubiläum hat die evangelische Stadtkirche lange hingearbeitet. Mit dem nunmehr fünften Reformationsmahl findet das Jubiläum am Dienstag seinen Abschluss. Dann wird in der Stadtkirche an der Lintorfer Straße noch einmal für mehr als 200 Gäste aufgetischt.

"Mahlzeit Dr. Luther" heißt die Veranstaltungsreihe, die, wenn es nach Pfarrer Dr. Gert Ulrich Brinkmann geht, auch im nächsten Jahr fortgesetzt wird. Musik vom Ruhr-Brass Quintett, Grußworte, eine Tischrede, diesmal vom Kommunikationschef der Deutschen Bank, Jörg Eigendorf, und einem Tischgebet begleiten das Essen in der Kirche.

Das Reformationsmahl ist in Zusammenarbeit zwischen den evangelischen Kirchengemeinde in Ratingen und der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann entstanden. Und das mit Erfolg. "Die Kirche war bisher beim Reformationsmahl immer rappelvoll", sagt Christa Brockelmanns, Mitarbeiterin der Diakonie. Und das wird sie auch am Dienstag. "Wir haben gerade noch zehn Plätze frei", sagt die Regionalleiterin der Diakonie, Dagmar Argow.

Die Gäste, die am Dienstag von 12 bis 14 Uhr in die Stadtkirche kommen, können sich schon jetzt auf eine Kartoffelsuppe mit Wildkräutern freuen. Zubereitet wird sie wie in den vergangenen zwei Jahren wieder von Pfarrer Frank Schulte, einem leidenschaftlichen Hobbykoch, der auch nicht davor zurückschreckt, in den ganz großen Töpfen zu rühren. Gut 110 Liter Suppe, so schätzt Christa Brockelmanns, wird Schulte aufsetzen. Diesmal hat er dafür die Küche in der Gaststätte "Die Gabel", dem Beschäftigungsprojekt der Diakonie, zur Verfügung. Bereits am Montag werden fleißige Helfer, darunter auch Flüchtlinge, die Kirche ausräumen. Am Dienstag wird eingedeckt und serviert. Und schon am Abend wird dann in der Stadtkirche wieder ein Gottesdienst stattfinden.

Mit dem Tischredner hat sich Pfarrer Brinkmann diesmal einen Wunsch erfüllt. Bei Maybritt Illner hatte er Jörg Eigendorf als spannenden Gesprächspartner entdeckt und sich erinnert, dass er ihn aus Ratingen kennt. Für Brinkmann ist der Sprecher der Deutschen Bank und engagierte Protestant genau der Richtige, um zum anstehenden Thema "Wurzeln und Werte" etwas zu sagen.

Mit den bisherigen Veranstaltungen zum Lutherjahr ist Brinkmann mehr als zufrieden. Vor allem der ökumenische Gottesdienst auf dem Marktplatz sei ein großer Erfolg gewesen, ebenso die derzeit laufende Ausstellung zu den Kirchenschätzen im Museum der Stadt Ratingen. Und haben die Projekte Luther den Menschen näher gebracht? Dagmar Argow meint ja. Luther sei in der Bevölkerung nun deutlich bekannter.

Und auch die evangelische Kirche selbst hat Luther nach Meinung von Brinkmann ein wenig mehr zusammen gebracht. Gemeinsame Leitthemen seien bisher kaum verfolgt worden. "Zum Reformationsjubiläum wurde aber fast von jeder Kirchengemeinde etwas veranstaltet. Das war eine richtig schöne Sache."

Und die klingt nun bei einem gemeinsamen Essen und Gesprächen aus.

Quelle: RP
 
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