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Heiligenhaus
Klaus Biehler zeigt Kapitel aus der Schulgeschichte

Heiligenhaus. Sein "Pädagogisches Museum" öffnet am Samstag.

Es ist nicht wirklich eine offizielle Eröffnung, die Klaus Biehler für den übermorgigen Samstag plant. Es ist auch kein regelrechtes Museum, das da sein Tor öffnet. Es ist vielmehr ein Stück Autobiografie des Lehrers und Seminarleiters Klaus Biehler, das die Gäste erwartet. Das allerdings auf ungewöhnliche Art.

An der Bergischen Straße 40 geht es ab 16 Uhr um ein "pädagogisches Museum". Klaus Biehler hat seine sehr persönlich gehaltene Rückschau in einer Garage aufgebaut. Der heute weit über 80-Jährige war erst Lehrer an der katholischen Ortsschule Suitbertus, später Rektor der katholischen Schule Abtsküche, außerdem Lehrbeauftragter am Studienseminar Kreis Mettmann und Seminarleiter in Essen.

Der Vater von acht Kindern war und ist bis heute ein leidenschaftlicher Pädagoge. Noch im hohen Alter unterrichtete er an der International School. Bielers Leidenschaft für die Pädagogik äußert sich heute in einer umfangreichen Sammlung über die Geschichte der Heiligenhauser Schulen, vor allem der beiden örtlichen katholischen Schulen im Besonderen aber auch die Entwicklung des Schulwesens im Allgemeinen innerhalb von NRW. Die interessante Sammlung in Dokumenten, Büchern und Fotografien umfasst einen Zeitspiegel von 1783 bis heute. Die Ausstellung ist in vier Abschnitten unterteilt: Geschichte der Heiligenhauser Landschulen am Beispiel Abtsküche, Tüschen und Hetterscheidt, das Jahrhundert des Kindes am Beispiel des Schulwesens. Die nationalsozialistische Zeit mit Auflösung der Konfessionsschulen und die Nachkriegszeit vor allem die ersten Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg mit Aufbau und Kooperationen damals führender Heiligenhauser Vereinigungen wie der VVH und der heimischen Wirtschaft, die produktive Zusammenarbeit mit Professoren wie Jakob Muth und dem Juristen Dr. Schlepple ist in ausgestellten Schriften der beiden Akademiker ablesbar - aber auch die Entwicklung der Pädagogik allgemein bis in die Gegenwart.

Mit Hilfe der beiden genannten Professoren wurde in der Abtsküche und dann in anderen örtlichen Schulen das erste Schüler-Berufspraktikum in NRW in Heiligenhaus eingeführt. Die bis heute existierende Neuerung erregte Aufsehen. Das animierte das WDR-Fernsehen zur filmischen Berichterstattung.

Wenn das kleine Museum am Samstag um 16 Uhr eröffnet, zeigt der älteste Sohn Rudolf Bieler diese Dokumentation, außerdem bewirten Kinder und Enkelkinder das Publikum mit Kaffee und Rosinenschnecken, ein Gebäck, das in der Familie und Abtskücher Schule Tradition hat - es wurde schon als Dankeschön in der Abtsküche immer zu besonderen Anlässen gebacken und angeboten.

Weitere Terminabsprachen sind möglich unter der Rufnummer 02056 /21285.

(köh)
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