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Niederberg
Klinik gründet Ärzte-Akademie

Niederberg: Klinik gründet Ärzte-Akademie
Mark Goepel, Ärztlicher Direktor, stellt zusammen mit der niedergelassenen Fachärztin Sibylle Neumer und Klinikgeschäftsführer Niklas Cruse das Programm für die Kollegen aus der Umgebung vor. FOTO: Helios Klinikum
Niederberg. "Ich freue mich, dass das Klinikum sich wieder einer Aufgabe widmet, die es vor vielen Jahren bereits gab", sagt Sibylle Neumer, niedergelassene Internistin in einer Gemeinschaftspraxis in Velbert und Vorsitzende der Kreisstelle Mettmann der Ärztekammer Nordrhein. Von Stefan Mülders

In der "Niederberger Ärzte-Akademie" werden ab sofort wieder regelmäßig hochwertige Fortbildungen für die niedergelassenen Ärzte angeboten. Ein Feld, das über mehrere Jahre hinweg am Klinikum Niederberg eher beiläufig behandelt wurde.

"In meinen Gesprächen mit niedergelassenen Ärzten in der Region wurde mir zu Recht immer wieder vermittelt, dass es eine hohe Erwartungshaltung an eine zentrale und große Einrichtung wie das Helios Klinikum Niederberg gibt", sagt Geschäftsführer Dr. Niklas Cruse. "Dabei kam auch immer wieder das Fortbildungsthema zur Sprache." Insofern sei er froh, dass sich ein Team um den Ärztlichen Direktor Professor Dr. Mark Goepel dieser Aufgabe angenommen habe. In etwas mehr als zwei Monaten entstand das erste Programm, das für das zweite Halbjahr 2017 bereits zehn feste Termine vorsieht und Ende Juni mit der ersten Veranstaltung gestartet ist. Dabei ging es in Anlehnung an die in Düsseldorf gestartete "Tour de France" unter dem Titel "Tour de coeur" um diagnostische Möglichkeiten der Spiroergometrie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Behandlung - auch unter Berücksichtigung spezieller Nebenerkrankungen. Goepel seinerseits zeigt sich dankbar, dass ein derartiges Vorhaben durch die Geschäftsführung unterstützt wird. "Ein so strukturiertes Angebot an niedergelassene Kollegen hat über viele Jahre gefehlt", sagt der Chefarzt der Klinik für Urologie und Nephrologie. "Im ersten Schritt haben wir überwiegend mit dem eigenen Kollegium geplant, aber das soll so nicht bleiben. Wir wollen zukünftig auch externe Referenten als Experten einladen und dabei explizit auch die Niedergelassenen in der Region berücksichtigen." Das vorgeschlagene Programm soll kein starres Gerüst sein, sondern "leben". Durch Vorschläge der Kollegen sowie auch auf aktuelle Fälle bezogen ergänzt werden.

"Neben der reinen inhaltlichen Fortbildung dient die Niederberger Ärzte-Akademie selbstverständlich auch dazu, den kollegialen Austausch zu vertiefen. Dazu wird im Ausklang der Veranstaltungen ausreichend Zeit eingeräumt", sagt Goepel. Dementsprechend praxisfreundlich sind die Veranstaltungszeiten anberaumt: jeweils mittwochs ab 17 Uhr, die Zeit also, in der die meisten Praxen für Patienten geschlossen sind. Geplante Themen in diesem Jahr sind beispielsweise Gallenblase und -wege, Demenz, Schlafstörungen, Beckenboden und Inkontinenz, Atmungserkrankungen oder Diabetisches Fuß-Syndrom. "So vielfältig die Themen sind, so einheitlich ist die inhaltliche Struktur: Es soll immer um den aktuellen Stand des Wissens und mögliche medizinische Entwicklungen gehen." Den Abschluss bildet ein Fragebogen, der anonym ausgefüllt wird. Er enthält im ersten Teil eine Art Wissensabfrage und im zweiten die Bewertung der Veranstaltung und der Referenten. "Dieser geht anschließend zur Auswertung an die Ärztekammer." Denn für die Fortbildungen der Niederberger Ärzte-Akademie erhalten die Teilnehmer die vorgeschriebenen CME-Punkte (Continuing Medical Education). "Diese Punkte müssen über einen bestimmten Zeitraum nachgewiesen werden und sind relevant für die Zulassung", sagt Sibylle Neumer. "Insofern hat das Angebot des Klinikums für uns als niedergelassene Ärzte gleich einen mehrfachen Nutzen: Sie vertiefen den kollegialen Kontakt und helfen dabei, unserer beruflichen Pflicht nachzukommen."

Quelle: RP
 
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