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Kreis Mettmann
Kröten sind bald wieder auf dem Weg über die Abtskücher Straße

Kreis Mettmann. Obwohl es bereits März ist, sind die Temperaturen immer noch winterlich kalt. Doch mit den ersten warmen Sonnenstrahlen erwachen Kröten, Molche und Frösche aus der Winterstarre, und sie machen sich auf die Wanderschaft.

"Autofahrer müssen mancherorts mit erhöhter Rutschgefahr durch überfahrene Tiere rechnen", warnt Stephan Lamprecht vom Landesbetrieb Straßen. An den bekannten Wegen der Kröten errichteten dessen Straßenmeistereien Warnschilder und stellen Krötenzäune sowie Sammelbehälter auf. Freiwillige Helfer tragen darin abends und früh morgens die Tiere über die Straßen.

Kröten suchen das Gewässer, in dem sie selbst geboren wurden. Dort legen sie ihre Eier ab. Für Autofahrer bedeute das, an allen Straßen, die die Amphibien auf ihrem Weg passieren müssen, aufzupassen. Schon im Januar hat sich um Manuela Janssen in Heiligenhaus wieder die Truppe der "Krötensammler" geschart - um die Aktion 2016 vorzubereiten. In diesem Jahr wollen die Naturschützer wieder die Krötenwanderung zum Abtskücher Stauteich begleiten. Hier laufen viele Tiere über die Abtskücher Straße. Eine Zauneinrichtung wird dieses Jahr noch nicht möglich sein, so dass die Tiere am Abend gesammelt und gezählt werden müssten.

In Mettmann sind Erdkröten am Regiobahnhof Neandertal aktiv. Vor Jahren musste wegen der Kröten sogar der Parkplatz gesperrt werden. Die Regiobahn hatte aber aufgrund der Erdkröten Probleme mit dem Streckenausbau in Richtung Wuppertal-Dornap. Im September vergangenen Jahres stockte sogar der Ausbau. Die Bauarbeiten konnten erst weiter gehen, nachdem die Kröten eingesammelt worden sind. Wo es geht, versuchen Straßenbauer und Stadtplaner aber die Kröten von den Straßen fernzuhalten. An der Osttangente und am Südring in Mettmann verhindern Zäune, dass die Kröten die Straße überqueren. In Erkrath sind vor kurzem die erste Kröten am Römerweg zwischen Gerresheim und Unterbach gesehen worden.

In Wülfrath und Velbert kümmert sich Miriam Mundorf um Erdkröten und Frösche. Die 18-Jährige ist Umweltschützerin und bekam vor kurzem für ihr Engagement vom BUND Kreis Mettmann den Umweltpreis verliehen. Auf die Idee, Kröten und Co. bei deren Wanderung zu beschützen, kam sie als Sechsjährge durch ihren Vater Markus.

In Heiligenhaus informiert Manuela Janssen unter 02056 22859 über die Aktion am Ort.

(cp/owi/köh)
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