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Ratingen
Kulturamt bietet neue Konzertreihe an

Ratingen. Liebhaber der anspruchsvollen musikalischen Unterhaltung kommen bei der Konzertreihe des Kulturamts auf ihre Kosten. Vier Konzerte gibt es in der kommenden Spielzeit, alle starten um 20 Uhr im Ferdinand-Trimborn-Saal der Musikschule an der Poststraße. Den Auftakt macht das Minguet Quartett am Samstag, 5. November. Es zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt.

Das Ensemble konzentriert sich auf die klassisch-romantische Literatur und die Musik der Moderne gleichermaßen und engagiert sich durch zahlreiche Uraufführungen für Kompositionen des 21. Jahrhunderts. Begegnungen mit bedeutenden Komponisten unserer Zeit inspirieren die vier Musiker zu immer neuen Programmideen. Die erstmalige Gesamtaufnahme der Streichquartette von Wolfgang Rihm, Peter Ruzicka und Jörg Widmann zählen zu den bedeutendsten Projekten. Weiter geht es am Samstag, 3. Dezember, mit "Echoes of Swing". Seit gut 15 Jahren halten die Echoes of Swing die Fahne des klassischen Jazz hoch und wurden dabei zu einer der besten europäischen Swingbands. Der kultiviert-"coole", kammermusikalische Sound, den sie mit zwei Bläsern, Klavier und Schlagzeug kreieren, spricht bei Weitem nicht nur Oldtimer-Fans oder Nostalgiker an. Mitunter klingt das Quartett verblüffend modern; dass es sich auch jenseits des Swing auskennt, hört man an einem Charlie-Parker-Zitat hier, einer Chopin-Bearbeitung da oder an einem verswingten Popsong dort. Eine ganz andere Richtung bietet dagegen das Konzert mit dem Ensemble Corrélatif am Samstag, 4. Februar. Mit seiner ungewöhnlichen Besetzung aus Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott stellt das junge Ensemble überraschende Verbindungen her in einer umfassenden Palette von bekannten und unbekannteren Komponisten und Kompositionen, Kompositionsstilen und deren zeitgemäßen Interpretationen vom Frühbarock bis zur Gegenwart.

Das Repertoire des Quartetts umfasst Originalwerke und Bearbeitungen beispielsweise von Mozart, Beethoven, Lipatti, Nielsen oder Humperdinck, daneben aber auch Schätze weniger bekannter Komponisten wie Johann Nepomuk Went, Karl Goepfart oder Frank Bridge. Ein besonderes Augenmerk gilt natürlich auch der reichhaltigen französischen Holzbläserkammermusik, mit Werken unter anderem von Jean Françaix, Eugène Bozza, Marcel Bitsch oder der Komponistin Claude Arrieu.

Zum Abschluss der Reihe wartet am Freitag, 17. März, ein ganz besonderer Klavierabend: Violina Petrychenko stammt aus der Ukraine. Sie wurde in Saporoschje als Kind einer Musikerfamilie geboren, wo sie bereits mit sechs Jahren mit dem Klavierspiel begann. Nach dem Besuch des Musikgymnasiums entschied sie sich für ein Studium an der Nationalen Tschaikowsky-Musikakademie der Ukraine in der Hauptstadt Kiew im Hauptfach Klavier. Danach studierte sie Klavier an die Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar und an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Jacob Leuschner. Derzeit studiert sie in Essen.

(wol)
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