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Ratingen
Kunsthandwerker zeigen Besonderheiten

Ratingen: Kunsthandwerker zeigen Besonderheiten
Kornelia Kiss aus Ratingen präsentierte beim Weihnachtsmarkt in Cromford ihr Bild, zusammengesetzt aus Matchbox-Autos. FOTO: a. Blazy
Ratingen. Der Weihnachtsmarkt in Cromford ist inzwischen zum Publikumsmagneten geworden. Von Wolfgang Schneider

Wenn es draußen mit kaltem Herbstwetter ungemütlich ist, dann muss Wärme eben woanders herkommen. Das dachten sich auch hunderte Besucher, die am Wochenende ins Industriemuseum nach Cromford strömten. Dort, in der ersten Fabrik auf dem europäischen Festland und im ehemaligen Herrenhaus der Brügelmanns, stand aber nicht die Dauerausstellung im Mittelpunkt sondern ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt.

Bereits zum 17. Mal fand unter dem Titel "allerHand" der Kunsthandwerker- und Weihnachtsmarkt an dieser historischen Stätte statt. Und diese Chance zu einem ganz besonderen Museumsbesuch am ersten Adventswochenende nutzten zahlreiche Besucher - oft auch "Wiederholungstäter": "Ich bin vor vier Jahren das erste Mal eher zufällig hier hin gekommen. Die Atmosphäre hat mich damals gleich gepackt, seit dem bin ich Fan dieser Veranstaltung", erzählt Britta Schlaak, die aus Mülheim kommt: "Es ist diese ganz besondere Mischung, die ich noch nirgendwo anders gefunden habe."

Zwischen Spinnmaschinen aus der Zeit vor der Französischen Revolution und in der Atmosphäre der spätbarocken Unternehmerresidenz präsentierten diesmal mehr als 30 Kunsthandwerker und Künstler ihre liebevoll handgefertigten Objekte auf drei Etagen der Hohen Fabrik und im Erdgeschoss des Herrenhauses. Ein üppiges Angebot wartete auf die Besucher im Industriemuseum: Geboten wurden Accessoires, Filz-, Stoff- und Wollkreationen, Gestecke, Glaskunst, Holzarbeiten, Karten, Keramik, Konfitüren, Kunstwerke, Krippen, Mode, Papierkunst, Patchwork, Quilts, Schmuck, Seifen, Spielzeug, Stickereien, Taschen, Verpackungen, Weihnachtliches und viele Dinge mehr - und das alles von privaten Anbietern. Da dauerte das Stöbern auch schon mal länger.

An vielen Orten kamen Standbetreiber und Besucher ins Gespräch, tauschten sich aus. Und Gesprächsstoff gab es jede Menge, schließlich war alles, was dort zu sehen war, selbst entworfen und in der Regel per handwerklicher Arbeit hergestellt.

Seit dem Jahr 1998 hat sich die Veranstaltung immer weiter entwickelt, ist inzwischen zu einem richtigen Publikumsmagnet geworden, so dass auch in diesem Jahr die Cromforder Allee und die umliegenden Straßen nur für Anlieger geöffnet waren. Zu groß wäre der Andrang gewesen, die Besucher konnten auf den Parkplätzen am Blauen See parken.

Und so stellte dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt einmal mehr unter Beweis, dass es eben nicht unbedingt um höher, schneller, weiter im übertragenen Sinne geht - manchmal sind es wirklich die kleinen Dinge, die das Herz erfreuen und sich wunderbar als Geschenkfür den weihnachtlichen Gabentisch eignen.

Quelle: RP
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