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Ratingen
Laub ist ein Wertstoff für die Biotonne

Ratingen: Laub ist ein Wertstoff für die Biotonne
Für gute Gärtner gehört das Herbstlaub auf den Komposthaufen. Von den Gehwegen muss es wegen der Rutschgefahr entfernt werden. FOTO: dpa
Ratingen. Gelb fallen die Blätter und sollten fachgemäß entsorgt werden. Die Stadt hilft mit entsprechenden Tüten. Von Valeska von Dolega

Herbstlaub ist im Wald und auf Spazierwegen ein hübscher Blickfänger. Liegt es auf Gehwegen und wird nass, droht mitunter Gefahr. Die Verkehrssicherheitspflicht liegt eigentlich bei Städten und Gemeinden. Sie kann aber auch auf Anwohner übertragen werden. So besagt es das Straßenreinigungsgesetz der Stadt Ratingen.

Das Laub muss auf dem Gehweg vorm Grundstück zusammenkehrt und gesammelt werden. Wer die saisonale Hinterlassenschaft anschließend einfach im Wald entsorgt, darf sich nicht über ein Bußgeld wundern. Das gleiche gilt fürs Verbrennen. Korrekt hingegen ist, die städtischen Papiersäcke der kommunalen Dienste zu nutzen, wenn die Biotonne im verstärkten Laubanfall nicht ausreicht, sagt Stadtsprecherin Ulrike Trimborn. Noch bis zum Jahresende gibt es diese speziellen Säcke. Pro Stück haben sie ein Fassungsvermögen von 120 Litern und sind gegen Gebühr erhältlich. Bis zum 31. Dezember können sie am Entleerungstermin der braunen Biotonne an die Straße gelegt werden. Zusammen mit dem Bioabfall werden sie dann abtransportiert.

Ganz ausdrücklich weisen die Mitarbeiter der kommunalen Dienste darauf hin, dass dort, wo "Laubsack" drauf steht, auch nur Laub drin sein darf. Andere Grünabfälle wie Reisig oder Rasen- und Strauchschnitt gehören in die Biotonne oder können direkt zur Kompostierungsanlage in Ratingen-Breitscheid, Lintorfer Weg 83, gegen eine Gebühr von fünf Euro je Pkw-Kofferraumladung verbracht werden.

Denn die kunterbunt fallenden Blätter, die nicht bloß im Wald, sondern in manchen Garten liegen, sind kein Abfall, sondern auch Rohstoff. Herbstlaub kann übrigens von Privatleuten mit eigenem Garten in vielerlei Hinsicht verwendet werden, in Kombination mit dem letzten Rasenschnitt der Saison lässt es sich optimal zur Kompostierung verwenden. Unvermischt und zerkleinert taugt es zur Flächenkompostierung unter Sträuchern oder im Staudenbeet. Zunächst dient es den Pflanzen als Frostschutz, und beim Verrotten im Frühjahr wird es ein Leckerbissen für Regenwürmern. Eine weitere Möglichkeit, das gesunde Laub, das also nicht von Schädlingen befallen ist, in Kompost zu verwandeln, geht so: Man kann es zerkleinern und in Gewebesäcken mit Löchern hinter dem Gartenhaus der Witterung aussetzen. Wird pro Sack eine Hand voll organischer Dünger untermischt, kommen die Bakterien bei der Zersetzung auf Hochtouren und der Prozess wird beschleunigt. Trockenes Laub taugt außerdem als Isoliermaterial.

So lässt sich die Erde von Kübelpflanzen von Lorbeer, Oliven- oder Buchsbaum gegen Temperaturschwankungen schützen, und auch für den Tierschutz lässt sich aus dem Biomüll etwas zaubern. Igel freuen sich über einen üppigen Laubhaufen, der in einer ruhigen Ecke aufgehäuft wird, um darin gemütlich zu überwintern.

Für weitere Fragen hat die Stadt unter der Rufnummer 550-7070 eine Telefon-Hotline eingerichtet.

Quelle: RP
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