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Ratingen
Luthermahl wird am 31. Oktober serviert

Ratingen. Die evangelische Stadtkirche lädt wieder zum Suppenschmaus zu Ehren des Reformators ein. Von Gabriele Hannen

Es heißt "Reformationsmahl" mit dem Untertitel "Mahlzeit Dr. Luther", was sich am 31. Oktober von 12 bis 14 Uhr zum dritten Male in der evangelischen Stadtkirche Lintorfer Straße an Biertischen und -bänken abspielt: Im Anlauf auf die ganz großen Reformationsfeierlichkeiten zum Jubiläum der Wittenberger Ereignisse von 1517 gibt es Grüße und Reden; davor, dazwischen und danach Blasmusik mit Frank Düppenbecker und seinen Mannen und ein Süppchen.

200 Gäste werden im Gotteshaus Platz finden, 100 von ihnen sind geladen. Die letzten 50 Karten für Ungeladene, aber gern Gesehene waren gestern noch nicht vergeben. Vielleicht gibt es davon noch ein paar. Schon nach der ersten Luther-Mahlzeit hatte sich in Ratingen die Begeisterung für diese Zusammenkunft abgezeichnet - obgleich weder Wein noch sonstige Opulenz auf den Tisch kam und auch noch zu Spenden aufgerufen wird, diesmal für das Flüchtlingskinder-Projekt "Wochenend-Schule", das sich nur mit guten Gaben halten kann. War die Tischrede 2014 eher am christlichen Wort strikt entlang gemeißelt, verspricht Pfarrer Gert Ulrich Brinkmann diesmal weniger Strenges. Kein Wunder, denn die Solinger Superintendentin Ilka Werner, Vorsitzende des ständigen theologischen Ausschusses der Landeskirche, holt weibliche Reformatoren aus der Versenkung und lässt sie unter der Überschrift "... wie ich das Evangelium hab helfen bauen..." lebendig werden. Es geht da um Frauen mit blumenreichen Namen wie Argula von Grumbach und Wibrandis Rosenblatt, die mit Luthers Ehefrau Katharina von Bora die Sache der Protestanten zielgerichtet und mit liebevoll-fester Hand vorangetrieben haben.

Für die Güte der Suppe hält diesmal Pfarrer und Hobbykoch Frank Schulte den Kopf hin; er wird mit Helfern im Pfarrhaus in entsprechend großem Kochgeschirr ein so genanntes Ingwer-Möhren-Zitronengras-Orangensüppchen herstellen mit Reis. Und damit jeder Besucher zu Hause nachkochen kann, werden Rezepte für vier Personen gedruckt vorgehalten. Die Lintorfer Bäckerei Steingen backt Brot für die Kirche, die Haaner Felsenquelle spendet Sprudelwasser, und die Neander-Diakonie beteiligt sich mit zahlreichen Arbeitskräften.

Quelle: RP
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