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Ratingen
Maibaum für den Marktplatz

Düsseldorf. Stadtmarketing, die Schützen der St. Sebastiani-Bruderschaft, das Grünflächenamt und die Ratinger Freizeitmaler stemmen ein gemeinsames Projekt. Am 30. April gibt es ein kleines Fest rund um den neuen Maibaum. Von Norbert Kleeberg

Eine uralte Tradition lebt auf – und viele Bürger, die sich für die Belange der Stadt einsetzen, ziehen an einem Strang. Der Marktplatz bekommt einen stattlichen Maibaum – eine 13,30 Meter lange Fichte, die Eckhard Franken, Holzhändler und Vorstandsmitglied der St. Sebastiani-Bruderschaft, zur Verfügung gestellt hat.

Entstanden ist die Idee in einem Arbeitskreis namens "Werbung und Außendarstellung", angesiedelt bei der Ratingen Marketing GmbH. Geschäftsführer Frank Rehmann stellt zufrieden fest: "Wir haben die Initiative aus dem Arbeitskreis aufgenommen, und nun laufen die Vorbereitungen."

Eingebunden ist das Grünflächenamt, das vor allem für die technische Umsetzung des Maibaum-Projektes verantwortlich zeichnet. Zurzeit wird der Baum in der alten Feuerwache an der Lintorfer Straße behandelt. Die Fichte ist bereits geschält worden. Amtsleiter Manfred Fiene: "Es gibt ja auch statische Aufgaben, man kann eine Fichte dieser Größe nicht einfach so auf den Marktplatz stellen."

Die Ratinger Freizeitmaler werden die einzelnen Stadtteilwappen gestalten. Diese Wappen werden dann genau nach einem Plan der Stadt angebracht (siehe Grafik des Grünflächenamtes). An der Spitze schwebt ein grüner Kranz. Franken könnte sich vorstellen, dass Bürgermeister Harald Birkenkamp das Stadtwappen mit dem Bergischen Löwen zur Feier des Tages selbst anbringt.

Um 17 Uhr ist jedenfalls eine kleine Feier mit Rahmenprogramm vorgesehen. Die Schützen spielen auf, es sollen 1000 Schokoladen-Maikäfer verteilt werden. Vier Wochen lang wird der Maibaum auf dem Marktplatz stehen – genau an der Stelle, an der auch der große Weihnachtsbaum befestigt wird.

Franken, neben Christian Freund Platzmeister der großen Schützen-Kirmes, ist sicher, dass die Gastronomie vom Aufleben der Tradition profitieren wird. Ein Maibaum als Blickfang sei für Besucher des Marktplatzes durchaus etwas Reizvolles, betont der Unternehmer. Franken hat auch die kleinen Holztafeln gespendet, die nun zu Wappen verarbeitet werden.

Der 650 Kilogramm schwere Baum stammt aus der Eifel. Das Problem war der Transport. Da musste ein Fahrzeug mit entsprechender Ladefläche her. "Man kann ja diesen 13,30 Meter langen Baum nicht mal eben irgendwo hinbringen", erklärt Franken schmunzelnd.

Maibaum-Traditionen gibt es vor allem in den Stadtteilen Homberg, Tiefenbroich und Hösel. Dem Projektteam ist es wichtig, diese Tradition in der Innenstadt aufleben zu lassen. Der Marktplatz mit seinem historischen Ambiente sei ideal dafür, heißt es. Schützenchef Karl-Heinz Schneider ist jedenfalls sehr angetan: "Eine wirklich schöne Idee!"

Quelle: RP
 
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