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Heiligenhaus
Mehr Platz für Kinder der "Robbeninsel"

Heiligenhaus: Mehr Platz für Kinder der "Robbeninsel"
Die Minimöbel stehen schon: Die Kita in Selbeck hat jetzt einen 260 Quadratmeter großen Anbau. FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. Die Tageseinrichtung in Selbeck bekommt eine vierte Gruppe für 20 kleine Besucher. Von Sandra Kreilmann

Die ersten Tischlein und Stühlchen sind schon aufgebaut, auch die Küchenzeile steht schon parat - doch immer noch stehen kleine Restarbeiten an. Die inklusive Kindertageseinrichtung "Kleine Robbeninsel" in Selbeck hat angebaut: 260 Quadratmeter mehr Platz für den Kinderalltag, eine neue Gruppe bietet hier Platz für 20 Kinder.

"Die Technik muss noch angepasst werden, auch die Möbel sind noch nicht vollständig. Aber wir nutzen die Zeit in den Ferien", sagt Margit Benemann. Sie ist Geschäftsführerin von ProMobil. Der Verein für Menschen mit Behinderung ist Träger der Einrichtung, bei dem Kinder mit und ohne Behinderung zusammen spielen. Am Freitag feierte der Verein die Eröffnung der neuen Räume mit Kindern, Eltern, Handwerkern und Wegbegleitern bei einem kleinen Fest. Rund 450.000 Euro hat der Verein in die neuen Räume investiert, 100.000 Euro davon sind über die Stadt an Landesfördermittel dazu geflossen. Ein neuer Flur führt zu den neuen Räumlichkeiten, die auch ein Leiterbüro beherbergen. "Den Flur kann man zum Beispiel auch prima zum Kegeln spielen verwenden", weiß Benemann schmunzelnd. Immerhin müssen die Kindergartenkinder jetzt auf die große Attraktion der Bagger und Kräne verzichten, die während der Bauarbeiten für viel Unterhaltung gesorgt haben. "Der Platz in der Außenfläche fehlt uns nicht, der Platz war ohnehin etwas zu groß in der Bewirtschaftung und der Aufsicht. Trotzdem gibt es hier im Außenbereich noch eine Menge zu tun", so Benemann. Sie und der Mitarbeiterstab der Robbeninsel können dabei auch auf die Unterstützung von vielen Helfern bauen, denen Benemann größten Dank aussprach. Darunter etwa RWE Essen, die hier nicht nur regelmäßig größere Gartenarbeiten durchführen, sie haben auch eine Zisterne gesponsert. Mit 9.800 Euro sponsert die NRW-Stiftung einen Weidentunnel.

Das Gebäude selbst ist vom Geschwisterpaar Heiermann in Holz-Fertigbauweise erdacht und sogar preisgekrönt. Ein kurzfristiger Anbau war für die Architekten in relativ zügig machbar. Das sei auch notwendig, denn noch immer sind die Kindergartenplätze in Heiligenhaus knapp.

"Wir haben im letzten Jahr einen Zuzugsrekord feiern können, 110 Kinder sind mit ihren Familien nach Heiligenhaus gezogen, zuzüglich zu den Kindern die in Heiligenhaus geboren worden, wirft das alle unsere Berechnungen und alte Gutachten über Bord", sagt Kämmerer und Sozialdezernent Michael Beck. Deswegen sei man aktuell mit einem Träger im Gespräch über eine neue größere Einrichtung in der Innenstadt. Die soll in Kombination mit seniorengerechtem Wohnen den Alltag von Jung und Alt verbinden soll. In zwei Jahren soll die Einrichtung eröffnen, aber bereits im nächsten Jahr soll in einem Provisorium, das von der Stadt zur Verfügung gestellt wird, übergangsweise der Kindergartenbetrieb starten. Im Gespräch ist, dass die Awo dieser Träger sein könnte.

Auch die Erweiterung der Mehrzügigkeit im Grundschulbetrieb ist in Planung.

Quelle: RP
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