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Ursula Klützke
Mehr Zusammenarbeit zwischen Frauen Union und Vereinen

Ratingen. Mit einem 100-Prozent-Ergebnis hat die FU ihre Gründungsvorsitzende gerade im Amt bestätigt. Darauf ausruhen will Uschi Klützke sich nicht.

20 Jahre Frauen Union in der Stadt, Mitgliederzahlen in rekordverdächtiger Höhe, Wiederwahlen mit selten gesehenen Ergebnissen - das ist ein Fall für die Chronik. Aber ist das auch Ihre Kernmotivation fürs Weitermachen?

Uschi Klützke Ich freue mich darüber, genieße es und versuche, dieses Ergebnis zu halten und fortzusetzen.

Beim Blick nach vorn: Wo möchten Sie weitere inhaltliche Schwerpunkte setzen?

Klützke Inhaltliche Schwerpunkte sind: meine Mitglieder weiter zu begeistern für den Fortbestand "meiner Blumenampeln und -pyramide" - Heiligenhaus soll noch mehr blühen, aber das ist halt schwierig bei der Finanzmisere! Brauchtum in Heiligenhaus, Karneval: Es macht Spaß, hier noch mehr zu bringen als Hoppeditz-Erwachen. Aber auch Vernetzungen sind wichtig, noch mehr Zusammenarbeit mit der CDU, mit den Vereinen.

Beim Blick zurück: Wo haben Sie mal richtig daneben gelegen?

Klützke Als ich so frech war, für den Bundestag zu kandidieren - 2002.

Abgesehen vom Beifall auf Mitgliederversammlungen - wie ist das Verhältnis zwischen Frauen Union und dem "übrigen" CDU-Stadtverband zu beschreiben?

Klützke Mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Jürgen Braun und Martina Przybilla wird es kooperativ! Die Stimmung bei der FU ist eine andere, aber es ist auch gut, mit Männern zu diskutieren.

Speziell der Bereich "Kultur" war lange Schwerpunkt Ihrer Arbeit in den Gremien. Fürchten Sie angesichts finanzieller Aderlässe um den Stellenwert dieses Heiligenhauser Markenzeichens?

Klützke Absolut nicht. Es gibt so viele Kulturinteressierte in Heiligenhaus, die es nicht zulassen, dass die Kultur wegfällt. Viele Gruppen unterstützen das Kulturamt, wohlwollend! Denken Sie an die Busfahrten von Heiligenhaus nach Essen ins Aalto Theater! An die vielen Kulturfahrten der FU zu Kunstausstellungen in den Nachbarstädten, auch die Kulturschaffenden werden hier hoch geachtet! Ich werde mich auf jeden Fall für den Fortbestand der Kultur einsetzen, auch wenn ich nicht mehr im Rat bin. Im Kreistag bin ich im Ausschuss für Kultur, Tourismus und Wirtschaftsförderung, und da kann ich mich auch für Heiligenhaus einsetzen. Und das Ehrenamt muss noch mehr in Kraft treten.

Stichwort Städtepartnerschaften: Sehen Sie Chancen, den Austausch insbesondere junger Leute weiter zu fördern?

Klützke Oh ja, es ist so wichtig, Jugendliche und Ältere für Englisch und Französisch zu interessieren! Wenn ich so an mich denke, das war ausschlaggebend, als ich als 14-Jährige das erste Mal in Nordfrankreich war, ohne viele Kenntnisse das Land und die Menschen kennenzulernen. Ich war so begeistert, dass ich später auf die Sprachenschule ging und Dolmetscherin wurde. Die Partnerstädte sind prädestiniert, es gibt viele Möglichkeiten für einen Austausch für Schüler, sei es mit der Klasse oder sogar allein oder in Gruppen. Meaux hat so viel zu bieten mit Paris gleich nebenan und Mansfield mit seinen wunderschönen Landschaften und vor allem mit der Uni Nottingham. Und Basildon natürlich mit London. Man muss gar nicht große Projekte machen, es ist am wichtigsten, den Jugendlichen und auch Älteren zu zeigen, wie schön es ist, zu reden und zu diskutieren, Freundschaften zu schließen, und das in einer fremden Sprache.

PAUL KÖHNES STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: RP
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