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Heiligenhaus
Michael Beck will Jan Heinisch beerben

Heiligenhaus: Michael Beck will Jan Heinisch beerben
Zwei, die sich beruflich immer gut verstanden haben: Noch-Bürgermeister Jan Heinisch (r.) und Erster Beigeordneter und Kämmerer Michael Beck. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Nach der Landtagswahl steht in Heiligenhaus nun die Wahl eines neuen Bürgermeisters an. Von Marita Jüngst

Der Wahlsieger saß gestern Vormittag wieder an seinem Schreibtisch im Heiligenhauser Rathaus. Doch schon in wenigen Tagen wird Dr. Jan Heinisch sein Büro räumen müssen. Denn sobald er durch Unterschrift sein Landtagsmandat annimmt, erlischt automatisch sein Amt als Bürgermeister. "Das wird voraussichtlich Ende dieser, Anfang nächster Woche sein", sagte Heinisch gestern.

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Die Stadtverwaltung trifft das nicht unvorbereitet. "Es war nun keine so große Überraschung, dass Jan Heinisch in den Landtag einzieht", sagte sein Stellvertreter und Kämmerer Michael Beck noch am Wahlabend. Er wird die Geschäfte übernehmen, wenn Heinisch seinen Schreibtisch räumt.

Und an diesem Schreibtisch könnte er nicht nur für eine Übergangszeit Platz nehmen. "Michael Beck ist mein persönlicher Favorit als mein Nachfolger", sagte Jan Heinisch gestern auf Anfrage. "Er steht am ehesten für die Kontinuität in der Stadt. Da weiß ich die Stadt in guten Händen." Seit 13 Jahren arbeiten Heinisch und Beck Seite an Seite, haben sich stets gegenseitig vertreten. Heinisch schätzt ihn als ausgewiesenen Verwaltungsfachmann, der Heiligenhaus bestens kennt und auch die Menschen, die dort leben.

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"Mich freut es, dass ich seine erste Wahl bin", sagte Beck über die Empfehlung des noch amtierenden Bürgermeisters. "Wenn die entsprechenden Parteigremien mit mir ins Bürgermeisterrennen gehen wollen, werde ich mich zur Verfügung stellen." Beck fühlt sich wohl in der Stadt, möchte die begonnenen Projekte weiterführen und neue anstoßen. Dabei weiß er aber auch, dass in der nächsten Zeit erst einmal eine längere Durststrecke vor ihm liegen wird. Denn sollte er tatsächlich zum Bürgermeister gewählt werden, müsste die Position des Kämmerers neu besetzt werden. Bis dahin müsste Beck weiterhin zwei Positionen gleichzeitig ausfüllen.

Während die CDU nun bereits einen möglichen Kandidaten für das Bürgermeisteramt benannt hat, gibt sich die SPD in der Stadt noch zurückhaltend. "Wir werden rechtzeitig eine Entscheidung treffen. Wir sind bei den internen Überlegungen auf einem guten Weg", sagte Ingmar Janssen gestern. Namen will er noch nicht nennen. Darüber müssten erst einmal die Mitglieder entscheiden.

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Die Wahl des neuen Bürgermeisters wird möglicherweise am Tag der Bundestagswahl fallen. "Über den Wahltermin entscheidet allerdings nicht der Rat, sondern die Kommunalaufsicht", sagte Beck, der nach einer langen Wahlnacht gestern auch wieder an seinem Schreibtisch saß. In zwei Stimmbezirken hatte es Probleme gegeben. Ungültige Erststimme und gültige Zweitstimme - oder umgekehrt - auf einem Wahlzettel hatten zu Irritationen darüber geführt, wie das beim Ergebnis und in der Niederschrift zu handhaben sei. Um 23.37 stand dann aber auch in Heiligenhaus das vorläufige Endergebnis fest: Bei den Erststimmen lag Jan Heinisch mit 52,77 Prozent deutlich vor Elisabeth Müller-Witt (SPD), die 26,23 Prozent erreichte.

Quelle: RP
 
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