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Heiligenhaus
Mitarbeiter planen Zukunft ihrer Firma

Heiligenhaus: Mitarbeiter planen Zukunft ihrer Firma
Ein Team geht an den Start: Thorsten Blömer (Unternemenskommunikation), Christin Steinkamp, Feridun Teczsan, Ufuk Bektas, Patrick Bienert und Marina Scheider (Unternehmenskommunikation, v. l.). FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. Kiekert will die Beschäftigten mit neuem Konzept an den globalen Standorten enger zusammenrücken lassen. Von Stefan Mülders

Von Mitarbeitern für Mitarbeiter mit dem Management, so ist die Kampagne "Zukunftsmacher" der Heiligenhauser Kiekert AG angelegt. Als innovativer Produktentwickler ist der Technologieführer für automobile Schließsysteme bekannt, jetzt will das Unternehmen auch in innerbetrieblichen Belangen neue Wege gehen.

"Wir sind in den vergangenen Jahren stark global gewachsen, da sind die Wege auch zwischen den Mitarbeitern sehr weit", sagt Marketingchef Thorsten Blömer. "Mit den Zukunftsmachern wollen wir in der Kiekert-Familie zwischen den Standorten enger zusammenwachsen, Barrieren abbauen und weltweites Verständnis wecken."

Und das klappte schon von der ersten Idee an hervorragend: 260 Mitarbeiter hatten sich als "Zukunftsmacher" beworben, 26 von ihnen wurden letztendlich gewählt, davon fünf in der Heiligenhauser Zentrale. Der ursprüngliche Arbeitstitel entwickelte sich dann sogar zur weltweiten internen Marke - mit teilweise amüsanten Aussprachen.

Aus 120 Innovationsideen wurden 14 Projekte entwickelt, von denen in den drei Themenbereichen "Kiekert-Familie", "Soziale Projekte und Werte" und "Wissenstransfer" drei übrig blieben, die an allen Standorten weiter entwickelt und umgesetzt werden. An der Initiative beteiligte sich mit 2100 über ein Drittel der weltweiten Mitarbeiterschaft.

Bereits die erste gemeinsame Konferenz im September vergangenen Jahres in Heiligenhaus brachte tolle Ergebnisse zu Tage. Mit über 1000 Stimmen hatte ein Vorschlag aus Mexiko die größte Zustimmung erhalten. "Golden Skills" will seinen Fokus auf Mitarbeiter mit Behinderung legen. In Deutschland sind betroffene Beschäftigte mit einem Anteil von fast zehn Prozent bereits voll integriert. "Da wir aber alle Projekte an allen Standorten umsetzen wollen, werden wir auch hier noch Ideen ausarbeiten, wie sich Angebote und Abläufe weiter optimieren lassen", sagt Marina Scheider, Mitarbeiterin der Internen Kommunikation. An anderen Standorten gehe es darum, unter Berücksichtigung lokaler Rahmenbedingungen die Voraussetzungen zu verbessern und aktiv behinderte Menschen anzuwerben.

Das zweite Projekt wird vom Heiligenhauser Ufuk Bektas geleitet. Die Idee, Pausenräume attraktiver zu gestalten, war aus gleich mehreren Unternehmensteilen angeregt worden. In der Weiterentwicklung entstand der Titel "Central Park": Kiekert als Unternehmen bildet den Rahmen, in der Mitte findet sich die Oase für die Mitarbeiterschaft, in der sich über Hierarchieebenen hinweg ein Miteinander weiterentwickeln soll.

"Für mich war das selbstverständlich, an einer so tollen Initiative aktiv mitzuwirken", sagt Ufuk Bektas, dessen Vater und Großvater schon bei Kiekert gearbeitet haben. "Ich identifiziere mich stark mit meinem Arbeitgeber und finde es sehr gut, dass wir als Mitarbeiter an der Zukunftsgestaltung mitwirken können."

Neben ihm setzen in Heiligenhaus Christin Steinkamp, Bettina Brandt, Patrick Bienert und Feridun Tezcan Teile ihrer Freizeit ein, um als Zukunftsmacher Projektarbeit zu leisten. Die zusätzlichen Aufgaben, beispielsweise Meetings und Konferenzen, können aber auch während der regulären Arbeitszeit erfolgen.

Das dritte Projekt ist ein innovatives Mentorenprogramm. Sowohl der Titel als auch die konkreten Rahmenbedingungen und die globale Organisation werden auf der nächsten Konferenz Anfang September dieses Jahres in Detroit klarere Formen annehmen. Die Idee ist, dass freiwillige Mentoren ihr Spezialwissen und ihre individuellen Fähigkeiten an interessierte Mitarbeiter weitergeben - unabhängig von Standortfragen, Hierarchieebenen oder Abteilungszugehörigkeiten.

Quelle: RP
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