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Ratingen
Mobile Chefredaktion: So sehen Leser die Probleme ihrer Stadt

Ratingen: Mobile Chefredaktion: So sehen Leser die Probleme ihrer Stadt
Am RP-Stand wollten Inge und Josef Winnekens wissen, wann endlich mit der neuen K 10n zu rechnen ist. FOTO: A. Blazy
Ratingen. Die Ratinger lieben ihre Stadt - und sagen ganz deutlich, was sie auf dem Herzen haben. Und so kamen am vergangenen Samstag anlässlich der "Mobilen Chefredaktion" auf der Oberstraße zahlreiche Themen zur Sprache, die für die Stadt und die Bürger wichtig sind. Das Spektrum war weit gefächert: Verkehr, Soziales, Müllprobleme, aber auch Vandalismus. RP-Chefredakteur Michael Bröcker und der Ratinger Lokalchef Norbert Kleeberg diskutierten zusammen mit RP-Lesern die einzelnen Themen und konnten in einigen Fällen sogar konkret weiterhelfen. Von Norbert Kleeberg

Inge und Josef Winnekens wollten wissen, wann endlich mit der neuen K 10 n zu rechnen ist - vor allem aber mit einem Gutachten, das angeblich in Auftrag gegeben worden sei. Fakt ist: Seit Jahren wird über diese neue Zubringerstraße diskutiert, doch bisher hat sich nichts getan. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, sitzt auch der Kreis Mettmann mit im Boot. Ratingen Ost leidet insgesamt unter großen Verkehrsproblemen. Offenbar ist mit einer Fertigstellung der Kreuzung an der Homberger Straße in diesem Jahr wohl auch nicht mehr zu rechnen.

Eine sehr bedenklich stimmende Geschichte hatte Elisabeth Bittner zu erzählen, die an der Anne-Frank-Schule für den Offenen Ganztag zuständig ist: Anlässlich der Tour de France haben Kinder auch eine Anne-Frank-Puppe gebastelt, die vor dem Café Bös an der Düsseldorfer Straße positioniert wurde. Doch das Kunstwerk seit zum wiederholten Mal massiv beschädigt worden, berichtete Bittner, "das war purer Vandalismus, sehr bitter".

Über die zunehmende Vermüllung im Bereich des Innenstadt-Gymnasiums regte sich Helmut Hoffmann auf. "Das wird immer schlimmer, der Brunnen ist voller Müll, und auch die angrenzenden Bereiche sind mit Abfall übersät. Da muss die Stadt unbedingt etwas tun." Ein Herz für den Spielplatz und die alten Bäume am Beamtengäßchen hatte Christa Mattner, die den Neubau der Tiefgarage in diesem Bereich ablehnt. "Die Bäume müssen erhalten bleiben, ich sehe keine Notwendigkeit für neue Parkplätze. Und auch der Spielplatz muss in dieser Form bestehen bleiben." Inge Hardy zeigte sich erstaunt, dass man an der Kirchgasse einen provisorischen Parkplatz gebaut hat. "Es wäre schöner gewesen, dort eine Art Park zu schaffen, um dort mal in aller Ruhe zu verweilen."

Barbara und Roman Makoski sind ganz zufrieden mit ihrer Zeitung. Sie komme ursprünglich aus Augsburg und fühle sich "richtig heimisch" in Ratingen, sagt Barbara Makoski im Gespräch mit RP-Chefredakteur Michael Bröcler (l.) und dem Ratinger Redaktionsleiter Norbert Kleeberg (r.). FOTO: Foto. RP

Auch die WC-Anlagen in den Katakomben am Marktplatz waren ein Thema. Bernd Ulrich könnte sich vorstellen, eine Bürgerstiftung ins Leben zu rufen, die sich um den Erhalt der Toiletten kümmert. "Denn die Innenstadt braucht diese Toiletten unbedingt", betonte Ulrich.

Quelle: RP
 
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