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Ratingen
Mord und Totschlag mit Musik in der Kulturkneipe

Ratingen. Vielleicht lässt sich die bevorstehende Kulturkneipe am Sonntag, 6. März, ab 17 Uhr im Kulturzentrum Lux auf der Turmstraße am besten so anmoderieren: Zwei Autorinnen des Literaturkreises Erkrath-Ratingen (Era) bringen literarischen Licht ins Dunkel. Eine von ihnen ist Sibyl Quinke, die nicht nur mit ihrem zweiten Kriminalroman "Tod in der Tuchagentur" (Verlag edition oberkassel) unterwegs, sondern jetzt auch Mitglied in der Krimiautoren-Gruppe "Das Syndikat" geworden ist. Die Besonderheit ihrer Krimis: Die Morde geschehen in Wuppertal (Gott sei Dank nicht in Ratingen). Dafür aber werden sie auf besondere Art in Ratingen zu Gehör gebracht.

Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Cellisten Max Maxelon, der das Romangeschehen musikalisch nicht nur untermalt, sondern auch erlebbar macht, liest die Wuppertaler Autorin Auszüge und taucht auf spannende Weise ein in schwebende Ermittlungen im Schatten der Schwebebahn. War es im ersten Roman der Wuppertaler Elisenturm, so ist es diesmal die Tuchagentur, die zum Schauplatz eines Verbrechens geworden ist. Natürlich wird es bei der Lesung im Lux nicht bis zur Aufklärung des Falls kommen, denn es soll ja spannend bleiben, sagt die Autorin mit einem Augenzwinkern.

Im zweiten Teil des Nachmittags gibt die Autorin Anke Breuer aus Köln, seit Dezember neu aufgenommenes Mitglied der Gruppe, ihr Era-Debüt. Sie zeichnet sich aus durch eine temporeiche, quicklebendige Sprache und durch ungewöhnliche Beobachtungsbilder. Schließt man die Augen, sind ihre Texte nicht nur zu hören, sondern sogar zu sehen. Und messerscharf trifft Anke Breuer immer den Punkt, auf den es ja schließlich ankommt bei einem guten Text, manchmal satirisch, oft humorvoll und an den richtigen Stellen sensibel. Einige Jahre hat die Wahlkölnerin, die eine gebürtige Wülfratherin ist, beruflich für ein deutsches Unternehmen in Bulgarien gearbeitet. Auch über diese Zeit, sprich: über die damals gewonnenen Eindrücke werden wir aus ihren Erzählungen hören.

Und wer sich an die letzte Arkadenhof-Lesung im September 2015 erinnert, die wegen des unbeständigen Wetters bei "Spiel+Buch" stattfand: Ja, Anke Breuer ist die Gast-Autorin gewesen, der man mit großem Vergnügen reichlich Beifall spendete. Der Eintritt ist wie immer frei.

Quelle: RP
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