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Hösel
Mozarts "Zauberflöte" als Singspiel in Hösel

Hösel. Natürlich kann die Königin der Nacht auch morgens um 11 Uhr Magie verbreiten. Vor allem, wenn sie so beherzt daher kommt wie Emily Dilewski. Sie wird im Singspiel für Jung und Alt, in der "Zauberflöte", sowohl die Königin als auch die Papagena geben. Von Gabriele Hannen

Im Projekt der Höseler Sängerin und Musikpädagogin Ekaterina Sergatschewa werden sich acht Gesangsstudenten der Essener Folkwang-Uni präsentieren. Und mit ihnen treten 16 Kinder auf, die bei der Projektleiterin Klavierunterricht nehmen. Der Kulturkreis Hösel steht hinter dem musikalischen Vorhaben und hat seine Mitglieder nicht nur zur Teilnahme, sondern auch zum Sponsoring eingeladen (woran sich jeder Besucher beteiligen kann). Während das ganze Jahr über junge Musiker bei den Sonntagskonzerten meist für ein volles Haus sorgen, ist es diesmal eben eine Oper in abgespeckter Fassung.

Letzteres bezieht sich allerdings allein auf den zeitlichen Umfang - immerhin dauert die Originalfassung gut drei Stunden. Der Verzicht auf die komplizierte Freimaurergeschichte ermöglicht den Kunstgriff. Doch die seit mehr als 220 Jahren beliebten Hits der Oper bleiben.

Die Darsteller und Sänger sind: Katharina Thienel (1. Dame und Pamina), Robin Grunwald (Papageno), Valentin Zaun (Mozart und Monostratos) Boshana Milkov (3. Dame), Katja Verano (2. Dame), Jacoub Eisa (Sarastro), Emlily Dilewski (Königin der Nacht und Papagena). Die Sängerinnen und Sänger, 21 bis 31 Jahre alt, absolvieren ihre Stimmausbildung bei Prof. Rachel Robins an der Folkwang Universität Essen oder haben das Studium gerade beendet. Myung-Won Kim, der den Tamino gibt, erhält seine Stimmausbildung bei Martin Wölfel, ebenfalls Dozent an der Essener Folkwang Universität.

Seit einem halben Jahr wird probiert - in dieser Woche noch einmal sehr intensiv. Und während die Erwachsenen jetzt noch in Probenkleidung singen, stecken die 16 Jungen und Mädchen aus Ratingen schon in ihren Bühnen-Verkleidungen. Den Kostümen sah man an, dass sie entweder schon zu Karneval ihre Träger in mehr oder weniger wilde Tiere verwandelt hatten; manchmal aber war es kein wärmendes Gewand von der Stange, sondern das kunstfertige Ergebnis heimischer Handarbeit. Bei einer Probe am Wochenende, die von manchem Familienmitglied liebevoll verfolgt wurde, konnte man abseits Regine Walther beobachten, die mit großer Geduld einem kleinen Drachen in seine wilde Verkleidung half. Also kümmern sich viele gute Geister, bis der Erfolg möglich ist, bis im Zuschauerraum gespielte Szenen die Oper zum Greifen nah bringen. Von der Regie her ist dafür Sabine Hahn zuständig, die Musik macht Lothar Welzel von der Folkwang-Uni.

Quelle: RP
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